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Streckenlänge: ca. 165 km
Tankstelle: keine
Schwierigkeitsgrad: heftig bis 200 KG
Beschaffenheit: 96% Piste und 4% Teerstrasse

Sehenswürdikeiten:

Piste Kaldidalur , Vulkanhöhle Surtshellir , Piste F578

Sehr früh am Morgen,

 verließen wir den Campingplatz, dunkle Wolken kamen in Galopp aus den Süden auf uns zu, schnell zusammenpacken und noch vor den angekündigten Regen wegfahren.
Wir fuhren anfangs die Piste 52 um später auf die F550, die Kaldidalur Piste geradeaus weiterzufahren.  Die Piste ist sehr gut zu befahren, es gibt keine zu durchquerende Flüsse, landschaftlich auch sehr reizvoll, auf wenig Kilometer (ca. 40km) sieht man 2 Gletscher, roter und schwarzer Lavasand, kleine Wasserfälle etc.

Wir fuhren die Piste bis ans Ende um dann auf der F578 einzubiegen. Auf der Landkarte sah diese Piste nicht so schwierig aus und wir wollten ja so schnell wie möglich Richtung Norden.
Anfangs war diese Piste auch ganz normal um nicht zu sagen sehr gut zu befahren.
Irgendwann kommt man an der Vulkanhöhle von Surtshellir vorbei, schöner Parkplatz, der auch von autarken Fahrzeugen als Übernachtungsplatz genutzt wird. Wir machten unsere erste Pause und liefen ca. 5-10min zur Höhle hin. Wenn man mehr Zeit mitbringt und mit Taschenlampen bewaffnet ist dann kann man ruhig die Höhle durchwandern. 

Wir fuhren weiter, die Piste verschlechterte sich ein wenig, die bekannten zu durchquerenden Lavafelder erschienen, aber es ging gut bis zu der FURT. Vor ein paar Tagen sind wir die breiteste Furt durchgefahren jetzt standen wir vor der tiefsten und mit der stärksten Strömung davor. Umkehren war nicht drin, also durch! Hier bin ich den Fluss durchgewatet und Martin hat beide Motorräder durchgefahren; beide waren wir gut nass!

Zurück zur Piste, irgendwie nach dieser Furt hatte sich alles geändert, die Piste bestand nur noch aus losen Felsplatten, die Orientierungsstöcke waren verschwunden, die Piste war teilweise komplett weg, man musste oft beachtliche Steigungen überbrücken, fuhr öfter auf Hochplateaus und entlang von kleinen Sees, wo der Wind einen gerne mitgenommen hätte; wir dachten mehrfach dass wir uns verfahren hatten, wollten auch umkehren aber gleichzeitig hofften wir das es nur noch besser werden kann, da schlechter es nicht mehr ging.
Diese Piste endete nach 14km bei Arnavatn stora, ein größerer See mit Boot und Hütten sowie ein Campground. Als wir das Boot und den Bootsanhänger sahen  wussten wir dass diese Piste vermutlich in ein viel besseren Zustand sein müsste als den unlängst befahrenen Abschnitt, es sollte sich bewahrheiten, es war wie Autobahn (Feldweg) die führte uns an etlichen Seen vorbei, war wieder sehr reizvoll.

Bei Nupur stoßt man wieder auf Zivilisation, kleine Farmen mit Schafe und Pferde. Wir folgten der 704 und 703 um dann in Saeberg den Campingplatz anzufahren.  Physisch war ich geschafft (Dana), für mich war diese Piste die anspruchvollste in der ganzen Reise und ich freute mich wie noch nie auf einer heißen Dusche; Wunsch der getopt werden sollte durch den Outdoorpool (36°C-40°C heißem Wasser) mit Sicht auf das 50m entfernte Meer; im Nu waren alle Strapazen vergessen……

 

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