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Kirchentour – Wallfahrtsorte, Stausee und Felsenkirche

191 Kilometer | Tagestour | Wallfahrtsorte, Berge & Felsenkirche

Diese Tour verbindet Motorradfahren mit außergewöhnlichen historischen und sakralen Orten.

Auf rund 191 Kilometern erleben wir mehrere ganz unterschiedliche Wallfahrtsziele, fahren durch die abwechslungsreiche Berglandschaft der Region und machen einen kurzen Abstecher zu einem Stausee.

Der absolute Höhepunkt wartet am Ende der Tour: eine Wallfahrtskirche, die direkt in eine natürliche Felsgrotte gebaut wurde.

Damit ist diese Tour nicht nur für Motorradfahrer interessant, sondern auch für alle, die unterwegs gerne besondere Orte und historische Sehenswürdigkeiten entdecken.

Durch die Landschaft Richtung Norden

Wir starten am Vormittag und verlassen zunächst den Ausgangspunkt in Richtung Norden.

Nach den ersten Kilometern wird die Landschaft schnell ruhiger. Die Straße führt durch eine typische Landschaft der Region mit Feldern, weiten Ebenen und Bergen am Horizont.

Die ersten Kurven sorgen bereits für einen angenehmen Einstieg in die Tour.

Wer vor dem Start noch tanken möchte, sollte diese Gelegenheit nutzen. Anschließend geht es über eine schnelle Verbindungsstrecke weiter in Richtung unseres ersten großen Ziels.

Die nächsten Kilometer dienen vor allem dazu, zügig in den nördlichen Teil der Region zu gelangen.

Erstes Highlight: eine historische Wallfahrtsbasilika

Unser erstes großes Ziel ist das Santuario de la Vera Cruz.

Die beeindruckende Wallfahrtsbasilika liegt innerhalb einer historischen Burganlage hoch über der Stadt.

Schon die Auffahrt ist interessant: Wir fahren hinauf auf den Burghügel und können das Motorrad direkt in der Nähe der Basilika abstellen.

Santuario de la Vera Cruz – Geschichte und Weitblick

Die Lage des Heiligtums macht diesen Stopp zu etwas Besonderem.

Die monumentale Fassade der Basilika, die historischen Burgmauern und die erhöhte Lage bilden ein beeindruckendes Ensemble.

Besonders bekannt ist das Cruz de Caravaca, das Kreuz, mit dem der Ort eng verbunden ist.

In der Basilika wird außerdem das sogenannte Lignum Crucis verehrt – ein kleines Holzfragment, das nach katholischer Überlieferung vom Kreuz Christi stammen soll.

Auch wer sich weniger für religiöse Geschichte interessiert, sollte sich etwas Zeit für diesen Stopp nehmen.

Denn vom Burghügel eröffnet sich ein schöner Blick über die historische Stadt und weit hinaus in die umliegende Berglandschaft.

Die Kombination aus Basilika, Burganlage, Altstadt und Landschaft macht diesen Ort zu einem der besonderen Ziele der Tour.

Über kleine Straßen ins Hinterland

Nach der Besichtigung verlassen wir die historische Stadt wieder.

Schon bald wechseln wir von den größeren Verbindungsstraßen auf kleinere asphaltierte Nebenstraßen.

Der Verkehr nimmt deutlich ab und die Tour bekommt wieder einen ganz anderen Charakter.

Wir fahren durch das hügelige Hinterland, vorbei an Feldern und durch eine Landschaft, die wesentlich ursprünglicher wirkt.

Unterwegs wartet ein weiterer kleiner Wallfahrtsort auf uns.

Der Santuario de la Ermita de la Virgen de la Peña lässt sich problemlos in den Tourverlauf integrieren und eignet sich gut für einen kurzen Zwischenstopp.

Danach geht es weiter durch das Hinterland in Richtung unseres nächsten Ziels.

Stausee – kurzer Abstecher zur Staumauer

Bevor wir den nächsten großen Höhepunkt erreichen, machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Embalse de Argos.

Die Staumauer liegt nur wenige hundert Meter abseits der eigentlichen Strecke.

Der kurze Abstecher lohnt sich für eine kleine Pause und ein paar Fotos.

Wir stellen die Motorräder ab, genießen für einige Minuten die Landschaft und fahren anschließend weiter.

Nach den vielen Kurven und kleinen Straßen ist dieser kurze Zwischenstopp eine angenehme Abwechslung.

Wer inzwischen Hunger bekommen hat, kann im weiteren Tourverlauf eine Mittagspause einplanen.

Das außergewöhnlichste Ziel: die Felsenkirche

Nach der Pause wartet das eigentliche Highlight der Tour auf uns.

Nur wenige Kilometer vom nächsten größeren Ort entfernt liegt das Santuario de Nuestra Señora de la Esperanza.

Was dieses Heiligtum so besonders macht?

Die Kirche wurde direkt in eine natürliche Felsgrotte am Río Segura integriert.

Schon die Umgebung ist außergewöhnlich.

Felsen, Fluss und dichter Bewuchs bilden einen starken Kontrast zur ansonsten eher trockenen Landschaft der Region.

Eine Kirche mitten im Felsen

Im Heiligtum werden zwei Marienfiguren verehrt, die „La Grande“ und „La Pequeñica“ genannt werden.

Besonders bekannt ist die Geschichte rund um die kleine Madonna.

Der Überlieferung zufolge ließ sie sich einst nicht aus der Höhle entfernen. Diese Legende ist bis heute eng mit dem besonderen Charakter des Wallfahrtsortes verbunden.

Doch auch unabhängig von der religiösen Bedeutung ist der Ort sehenswert.

Eine Kirche, die direkt in eine natürliche Felslandschaft integriert wurde, ist schließlich kein alltäglicher Anblick.

Mit dem Motorrad bis vor die Felsenkirche

Die Anfahrt ist unkompliziert.

Wir können bis zum Parkplatz fahren und das Motorrad dort abstellen. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Heiligtum.

Vor Ort gibt es außerdem einen kleinen Souvenirladen.

Die Kirche kann kostenlos besichtigt werden.

Unter der Woche ist es hier meist angenehm ruhig. Am Wochenende kann dagegen deutlich mehr Betrieb herrschen.

Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, empfehlen wir deshalb einen Besuch unter der Woche.

Für uns gehört die Felsenkirche zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten dieser gesamten Tour.

Zwei Möglichkeiten für den Rückweg

Nach der ausführlichen Besichtigung geht es wieder zurück in Richtung Ausgangspunkt.

Dabei können wir abhängig von Tageszeit und Lust auf weitere Motorradkilometer zwischen zwei Varianten wählen.

Variante 1 – schnell zurück

Wer bereits einen langen Tag hinter sich hat oder einfach entspannt zum Ausgangspunkt zurückfahren möchte, nimmt die schnelle Verbindung.

Über die Autobahn geht es zügig zurück in Richtung Ausgangspunkt.

Diese Variante ist ungefähr 75 Kilometer lang und damit die kürzere Möglichkeit für den Rückweg.

Variante 2 – noch einmal Landstraße

Wer dagegen noch Lust auf Motorradfahren hat, kann die Tour verlängern.

Wir verlassen die schnelle Verbindung wieder und fahren über kleinere Landstraßen durch das Hinterland.

Diese Variante ist mit ungefähr 108 Kilometern deutlich länger.

Dafür bekommen wir noch einmal zusätzliche Kurven, Landschaft und das typische Gefühl einer Motorradtour durch das spanische Hinterland.

Welche Variante wir wählen, hängt letztlich davon ab, wie viel Zeit und Energie nach den vielen Eindrücken des Tages noch vorhanden ist.

Fazit

Die Kirchentour ist eine ungewöhnliche Kombination aus Motorradstrecke, Landschaft und Kultur.

Auf rund 191 Kilometern besuchen wir mehrere historische Wallfahrtsorte, fahren durch abwechslungsreiche Berglandschaften und machen einen Abstecher zu einem Stausee.

Die beiden großen Höhepunkte sind dabei sehr unterschiedlich:

Das Santuario de la Vera Cruz beeindruckt mit seiner Lage innerhalb einer historischen Burganlage und dem weiten Blick über die Landschaft.

Das Santuario de Nuestra Señora de la Esperanza überrascht dagegen mit seiner außergewöhnlichen Lage direkt in einer natürlichen Felsgrotte.

Dazwischen sorgen kleine Landstraßen, Kurven und die abwechslungsreiche Landschaft dafür, dass auch das Motorradfahren nicht zu kurz kommt.

Unser Tipp: Für die Felsenkirche etwas mehr Zeit einplanen und – wenn möglich – einen Wochentag für die Tour wählen. Wer am Ende noch genügend Zeit hat, nimmt die längere Landstraßen-Variante für den Rückweg.

191 Kilometer, mehrere besondere Wallfahrtsorte, ein Stausee und eine Kirche im Felsen – eine Motorradtour, die deutlich mehr bietet als nur schöne Kurven.

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