Seetour Alfonso XIII – Stausee, Felsen und Ricote-Tal
148 Kilometer, kurvenreiche Bergstraßen, beeindruckende Felslandschaften und gleich mehrere Stauseen: Diese abwechslungsreiche Tagestour führt uns durch eine Landschaft, die immer wieder mit neuen Eindrücken überrascht.
Wir fahren über kleine Nebenstraßen, entdecken historische Bauwerke, erklimmen aussichtsreiche Höhen und tauchen schließlich tief in eine beeindruckende Bergwelt rund um einen idyllisch gelegenen Stausee ein.
Später warten weitere Wasserflächen, eine ungewöhnliche Windmühle und zum Abschluss die abwechslungsreiche Landschaft des Ricote-Tals auf uns.
Eine Tour für alle, die gerne Kurven fahren und gleichzeitig Landschaft entdecken möchten.
Historisches Wasserrad – Wasser aus alter Zeit
Nach dem Start geht es zunächst über kleinere Straßen durch das Umland.
Schon bald wartet der erste interessante Zwischenstopp auf uns: ein außergewöhnlich gut erhaltenes historisches Wasserrad.
Was uns daran besonders fasziniert: Das Rad konnte allein durch die Kraft des fließenden Wassers Wasser nach oben befördern – ganz ohne moderne Pumpentechnik.
Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie früher mit einfachen, aber cleveren technischen Lösungen die Landwirtschaft mit Wasser versorgt wurde.
Wir nehmen uns etwas Zeit für das historische Bauwerk, bevor wir unsere Motorräder wieder starten.
Aussicht über das Tal
Weiter geht es zu einem idyllisch gelegenen Aussichtspunkt oberhalb einer Stadt.
Nach einem kurzen Fußweg erreichen wir einen markanten Aussichtspunkt mit einem großen Holzkreuz.
Und der kleine Aufstieg lohnt sich.
Vor uns breitet sich das gesamte Tal aus. Die Landschaft wirkt von hier oben noch einmal deutlich weitläufiger und zeigt eindrucksvoll, wie abwechslungsreich die Region ist.
Ein schöner Platz für eine kurze Pause und natürlich auch für ein paar Fotos.
Doch jetzt beginnt der eigentliche Motorradspaß.
Kurven hinauf in die Berge
Nach dem Aussichtspunkt verlassen wir die größeren Straßen und fahren auf kleinen Nebenstraßen weiter.
Die Strecke wird zunehmend einsamer.
Zunächst verläuft die Straße noch relativ ruhig und gerade, doch schon bald beginnt sie sich kurvenreich den Berg hinaufzuschrauben.
Bizarre Felswände begleiten uns, während wir immer weiter an Höhe gewinnen.
Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft.
Oben angekommen, führt die Straße zunächst am Berghang entlang – und irgendwann taucht zwischen den Bergen der erste Blick auf unser heutiges Hauptziel auf:
ein beeindruckender Stausee, eingebettet in eine faszinierende Berglandschaft.
Der Stausee – unser großes Tageshighlight
Die Zufahrt zum Stausee macht bereits richtig Spaß.
Eine kurvenreiche Straße schlängelt sich hinunter zum Wasser und führt dabei durch mehrere kurze Tunnel.
Schließlich erreichen wir die Staumauer.
Hier heißt es erst einmal: Motorrad abstellen und die Landschaft genießen.
Auf der einen Seite liegt das Wasser ruhig zwischen den Bergen, auf der anderen Seite fällt der Blick über die Staumauer hinunter in die beeindruckende Landschaft.
Mit etwas Glück entdecken wir sogar Fische im Wasser.
Ein wunderbarer Platz, um kurz durchzuatmen und die bisherige Fahrt Revue passieren zu lassen.
Durch Tunnel und entlang des Wassers
Doch das eigentliche Erlebnis rund um den Stausee geht noch weiter.
Nach der Staumauer führt die Strecke durch einen größeren Tunnel und anschließend immer wieder unmittelbar durch die felsige Landschaft.
Die Straße scheint sich förmlich ihren Weg durch die Berge zu suchen.
Immer wieder entdecken wir alte Bewässerungskanäle – stille Zeugen davon, welche Bedeutung Wasser für diese Region schon seit Jahrhunderten hat.
Mal liegt der See direkt neben uns, dann verschwindet er wieder hinter Felsen.
Dazu kommen die teilweise rötlich schimmernden Berge.
Wasser, Felsen und Berge – eine Kombination, die diese Strecke besonders macht.
An einer geeigneten Stelle stellen wir die Motorräder ab und gehen ein kurzes Stück zu Fuß zum Wasser.
Von dort eröffnet sich noch einmal ein besonders schöner Blick auf den Stausee.
Alte Salzbecken und eine vergessene Ruine
Kaum sitzen wir wieder auf den Motorrädern, wartet schon der nächste kleine Zwischenstopp.
Etwas abseits der Straße entdecken wir eine alte Ruine mit ehemaligen Salzbecken.
Heute sind die Becken längst ausgetrocknet, doch die Überreste vermitteln einen Eindruck davon, wie vielseitig diese Landschaft früher genutzt wurde.
Ein kurzer Abstecher, der sich lohnt – gerade weil solche kleinen historischen Spuren unterwegs immer wieder für Überraschungen sorgen.
Mittagspause
Nach dem Seeabschnitt wird es Zeit für eine Mittagspause.
Wer möchte, kann dafür einen kleinen Abstecher in einen nahegelegenen Ort machen und dort gemütlich essen.
Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die eigentliche Tour ohne längere Unterbrechung fortzusetzen.
Wir entscheiden uns heute für die gemütliche Variante und genießen eine ausgiebige Pause, bevor es weitergeht.
Durch die spanische „Tundra“
Nach dem Mittagessen verändert sich die Landschaft erneut.
Wir verlassen die Berge und fahren über kleinere Straßen durch eine weitläufige, offene Landschaft.
Fast schnurgerade führt die Straße durch eine Umgebung, die uns ein wenig an eine spanische Tundra erinnert.
Weite Flächen, kaum Verkehr und eine Landschaft, die sich deutlich von den Felsen und Bergen des ersten Tourabschnitts unterscheidet.
Fahrerisch ist dieser Abschnitt ruhiger – dafür bietet er eine ganz andere Atmosphäre.
Und genau dieser Kontrast macht die Tour so abwechslungsreich.
Eine Windmühle mit Don Quijote
Dann entdecken wir am Straßenrand ein ungewöhnliches Fotomotiv.
Eine alte Windmühle steht mitten in der Landschaft.
Direkt daneben befinden sich Figuren von Don Quijote und seinem treuen Begleiter.
Die Kombination aus Windmühle, Figuren und der weiten Landschaft ist geradezu perfekt für ein Erinnerungsfoto.
Die Anlage kann zwar nur von außen betrachtet werden, doch für einen kurzen Fotostopp ist der Platz allemal interessant.
Noch einmal Wasser und Berge
Weiter geht es durch die Landschaft, bis wir einen weiteren Stausee erreichen.
Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten, kurz anzuhalten und die Aussicht zu genießen.
Das Wasser liegt ruhig zwischen den Bergen und mit etwas Glück können wir am Ufer sogar Fischreiher beobachten.
Nach den kurvenreichen Bergstraßen und den vielen Eindrücken rund um den ersten Stausee ist dies ein angenehm ruhiger Abschnitt.
Durch das Ricote-Tal zurück
Doch die Tour ist noch nicht zu Ende.
Zum Abschluss erwartet uns noch einmal eine besonders abwechslungsreiche Landschaft.
Wir fahren durch ein weites Tal, begleitet von Bergen, landwirtschaftlich genutzten Flächen, Palmen und den typischen trockenen Hängen der Region.
Nach den engen Bergstraßen, den Felsformationen und den Stauseen wirkt dieser Abschnitt fast wie ein ruhiger Ausklang.
Wir lassen die letzten Kilometer entspannt auf uns wirken und genießen noch einmal die offene Landschaft.
Unser Fazit
148 Kilometer voller Abwechslung – und kaum ein Abschnitt gleicht dem anderen.
Historische Wasserräder, spektakuläre Aussichtspunkte, kurvenreiche Bergstraßen, bizarre Felslandschaften, Tunnel, Stauseen, alte Salzbecken und eine ungewöhnliche Windmühle sorgen dafür, dass unterwegs garantiert keine Langeweile aufkommt.
Dazu kommt am Ende noch die beeindruckende Landschaft des Ricote-Tals.
Eine echte Genussrunde für Motorradfahrer, die Kurven lieben, aber genauso gerne anhalten, schauen und entdecken.




