Kanonenburg-Tour – Küste, Kanonen und Bergstraßen
231 Kilometer | Tagestour | Küste & Berge
Diese Tour gehört zu den längeren Tagestouren unserer Motorradstrecken. Rund 231 Kilometer warten auf uns – deshalb nutzen wir für die An- und Abreise teilweise die Autobahn. So sparen wir Zeit und können uns auf das eigentliche Highlight konzentrieren: die spektakuläre Auffahrt zur berühmten Kanonenburg an der Mittelmeerküste.
Die Tour verbindet schnelle Autobahnkilometer mit kurvenreichen Bergstraßen, eindrucksvollen Küstenlandschaften und einem außergewöhnlichen historischen Bauwerk. Dazu kommen bizarre Felsformationen, spektakuläre Aussichtspunkte und immer wieder fantastische Blicke auf das Mittelmeer.
Früh starten und schnell an die Küste
Wir starten früh am Morgen und machen zunächst einige Kilometer auf der Straße, bevor wir auf die Autobahn wechseln. Wer noch tanken muss, sollte diese Gelegenheit nutzen und die Motorräder vor dem längeren Streckenabschnitt noch einmal volltanken.
Über die Autobahn geht es zügig in Richtung Küste. Die ersten Kilometer sind dabei eher Mittel zum Zweck: Wir wollen möglichst schnell in die Region gelangen, in der der eigentliche Fahrspaß beginnt.
Nach dem Autobahnabschnitt wechseln wir auf kleinere Straßen und fahren weiter in Richtung Mittelmeer. Schon bald verändert sich die Landschaft. Ausgedehnte Straßenabschnitte werden von Bergen, trockenen Landschaften und ersten Blicken auf die Küste abgelöst.
Bizarre Felsformationen am Mittelmeer
Unser erstes Highlight erwartet uns direkt an der Küste: die Las Gredas de Bolnuevo.
Die ungewöhnlichen Felsformationen gehören zu den markantesten Landschaftsformen dieser Region. Wind und Wasser haben die weichen Gesteinsschichten über Jahrtausende geformt und dabei bizarre Säulen, Vorsprünge und pilzartige Strukturen entstehen lassen.
Besonders auffällig ist die sogenannte Waben- oder Bienenwabenerosion. Zahlreiche kleine Vertiefungen überziehen die Oberfläche und verleihen den Felsen ihr außergewöhnliches Aussehen.
Hier lohnt sich eine kurze Pause. Direkt an den Formationen gibt es Möglichkeiten zum Anhalten, und natürlich bietet sich die Gelegenheit für das obligatorische Motorradfoto.
Motorrad, bizarre Felsen und dahinter das Mittelmeer – ein Motiv, das diese Tour perfekt zusammenfasst.
Entlang der Küste zum eigentlichen Touren-Highlight
Nach dem kurzen Stopp geht es weiter entlang der Küste.
Die Straße führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Meer, Bergen und kleinen Ortschaften. Je nach Jahreszeit entdecken wir unterwegs immer wieder kleine Strände und Badebuchten. Während in den Sommermonaten deutlich mehr Betrieb herrscht, lässt sich die Strecke außerhalb der Hauptsaison wesentlich entspannter genießen.
Wir folgen der Küste, bis wir den Abzweig erreichen, der uns hinein in die Berglandschaft führt.
Ab hier beginnt der eigentliche Höhepunkt der Tour.
Die Auffahrt zur Kanonenburg
Die Zufahrt zur Batería de Castillitos, besser bekannt als Kanonenburg, ist rund neun Kilometer lang.
Und diese knapp zehn Kilometer haben es in sich.
Die Straße wird zunehmend schmaler und windet sich Kurve für Kurve den Berg hinauf. Gleichzeitig wird die Landschaft immer spektakulärer. Zwischen den Kurven eröffnen sich immer wieder fantastische Ausblicke auf das tiefblaue Mittelmeer und die zerklüftete Küste.
Die Strecke ist allerdings kein Geheimtipp. Die Kanonenburg gehört zu den bekannten Ausflugszielen der Region. Deshalb können uns hier neben Motorrädern auch Autos und Wanderer begegnen.
Gerade auf den schmalen Abschnitten ist deshalb Vorsicht angesagt. Ein Motorrad und ein Auto können normalerweise problemlos aneinander vorbeifahren. Bei zwei entgegenkommenden Autos kann es dagegen schon einmal eng werden.
Wir fahren diesen Abschnitt daher lieber etwas defensiver und nehmen uns die Zeit, die Landschaft zu genießen.
Oben angekommen, stellen wir die Motorräder auf dem Parkplatz ab. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zur eigentlichen Festungsanlage.
Die Kanonenburg – eine Festung mit gewaltigen Geschützen
Die Batería de Castillitos liegt rund 250 Meter über dem Meer und sieht auf den ersten Blick tatsächlich wie eine mittelalterliche Burg aus.
Doch der burgartige Charakter täuscht.
Die Anlage entstand im 20. Jahrhundert als Küstenverteidigungsstellung. Besonders beeindruckend sind die beiden noch erhaltenen Vickers-Küstenkanonen mit einem Kaliber von 38,1 Zentimetern.
Die gewaltigen Geschütze konnten Geschosse mit einem Gewicht von rund 885 Kilogramm über eine Entfernung von etwa 35 Kilometern verschießen.
Die Anlage war Teil eines größeren Küstenverteidigungssystems und diente dazu, die Zufahrt zur nahe gelegenen Bucht zu kontrollieren.
Allein die Dimensionen der Geschütze machen den Besuch bereits beeindruckend. Noch beeindruckender ist jedoch die Lage der gesamten Anlage.
Der eigentliche Star: die Aussicht
Die Kanonen sind zweifellos spektakulär. Für uns ist aber die Aussicht der eigentliche Höhepunkt.
Von rund 250 Metern Höhe fällt der Blick über die zerklüftete Küste, steile Felsen und das tiefblaue Mittelmeer. Bei guter Sicht reicht die Aussicht weit über die Küstenlandschaft hinaus.
Deshalb sollten wir uns hier unbedingt etwas Zeit nehmen.
Nicht nur schnell das obligatorische Foto machen und wieder zurück zum Motorrad – sondern einmal stehen bleiben, die Aussicht genießen und die besondere Atmosphäre auf uns wirken lassen.
Die Kombination aus historischer Festungsanlage, riesigen Kanonen, schroffen Felsen und offenem Meer ist außergewöhnlich.
Zurück durch die Bergwelt
Nach der Besichtigung fahren wir die Zufahrtsstraße wieder vollständig zurück.
Anschließend geht es weiter durch die Berglandschaft. Die Straße steigt erneut an und führt uns zu einem Aussichtspunkt, an dem sich ein kurzer Zwischenstopp lohnt.
Von hier bekommen wir noch einmal einen schönen Blick über die umliegenden Berge und das Tal.
Nach der Küste und der Kanonenburg ist dieser Halt eine angenehme Gelegenheit, kurz durchzuatmen und die Landschaft zu genießen.
Durch die Berge zurück
Wir setzen unsere Fahrt durch die Bergwelt fort.
Die Landschaft bleibt abwechslungsreich und die Straßen sorgen weiterhin für schöne Kurven und wechselnde Ausblicke. Gleichzeitig merken wir jetzt, dass sich die Tour langsam dem Rückweg nähert.
Wer früh gestartet ist und noch genügend Zeit und Lust auf zusätzliche Kilometer hat, kann die Tour an dieser Stelle noch erweitern.
Optional: noch mehr Kilometer
Für alle, denen die rund 231 Kilometer noch nicht reichen, bietet sich eine Verbindung mit unserer La-Manga-Tour an.
Damit lässt sich aus der ohnehin schon langen Tagesetappe eine noch umfangreichere Motorradrunde machen.
Wer dagegen bereits genügend Kilometer gesammelt hat, fährt auf direktem Weg zurück Richtung Autobahn.
Über die Autobahn zurück
Für den Rückweg nutzen wir wieder die schnellen Straßen.
Über die Autobahn geht es zunächst in Richtung Murcia und anschließend zurück zum Ausgangspunkt.
Jetzt heißt es noch einmal Kilometer sammeln, bevor wir nach einem langen Fahrtag wieder am Ausgangspunkt ankommen.
Fazit
Die Kanonenburg-Tour ist eine lange, aber ausgesprochen abwechslungsreiche Motorradtour.
Auf rund 231 Kilometern erleben wir eine Mischung aus schnellen Verbindungsstrecken, kurvenreichen Bergstraßen, mediterraner Küstenlandschaft und außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten.
Die Highlights sind dabei klar verteilt: die bizarren Felsformationen direkt am Meer, die spektakuläre Auffahrt durch die Berge und natürlich die beeindruckende Kanonenburg mit ihren gewaltigen Küstengeschützen.
Wer lange Tagestouren mag und neben dem Motorradfahren auch besondere Landschaften und historische Sehenswürdigkeiten erleben möchte, bekommt hier eine Tour mit echtem Erlebnischarakter.
Unser Tipp: Früh starten, volltanken, ausreichend Zeit für die Kanonenburg einplanen und die Aussicht nicht nur durch die Kamera genießen.
Albanien
Cevennen
Friaul
Georgien
Griechenland
Island
Kroatien
Markem/Umbrien
Marokko
Montenegro
Norwegen
Österreich
Portugal
Pyrenäen
Rumaenien
Schweiz
Seealpen
Sizilien
Spanien
Slowenien
Schweden
Tunesien



