Motorrad fahren im Winter Fortuna (Spanien)
Kurven, Berge, Mittelmeer und Motorradfahren, wenn es in Mitteleuropa kalt ist
Wer auch im Herbst, Winter und Frühjahr Motorrad fahren möchte, findet in der Region Murcia und an der Costa Blanca ideale Voraussetzungen. Während in Mitteleuropa die Temperaturen niedrig sind und das Motorrad oft in der Garage bleibt, bietet Südostspanien viele Tage mit angenehmen Temperaturen und hervorragenden Bedingungen für ausgedehnte Motorradtouren. Unsere Touren verbinden kurvenreiche Bergstraßen, mediterrane Landschaften, das Mittelmeer und außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viele Kilometer zu fahren. Jede Tour hat ihren eigenen Charakter und führt zu besonderen Orten, Aussichtspunkten und kulinarischen Zielen.
Motorradfahren in Spanien – besonders im Herbst, Winter und Frühjahr
Die Region Murcia gehört zu den sonnenreichen Gebieten Spaniens und ist deshalb gerade außerhalb der klassischen Sommersaison ein attraktives Ziel für Motorradfahrer. Wenn es bei uns in Mitteleuropa kalt, nass oder winterlich ist, können wir in Murcia häufig noch hervorragende Motorradtage erleben. Der Herbst bringt angenehme Temperaturen und abwechslungsreiche Landschaften. Im Winter laden viele sonnige Tage zu Motorradtouren ein, während im Frühjahr die Landschaft wieder grüner wird und beispielsweise die Mandelblüte besondere Akzente setzt. Gerade für Motorradfahrer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Teilen Mitteleuropas ist diese Jahreszeit interessant: Statt das Motorrad monatelang stehen zu lassen, lässt sich die Saison in Spanien deutlich verlängern.
Von den Bergen bis ans Mittelmeer
Die Region bietet eine außergewöhnliche Mischung unterschiedlicher Landschaften. Unsere Touren führen durch das trockene und bergige Hinterland von Murcia, über kurvenreiche Bergstraßen und Pässe bis hinunter ans Mittelmeer. Wir entdecken die Sierra Espuña, fahren über den Puerto de Confrides, erkunden die Bergwelt rund um Guadalest und erleben die Küstenregion rund um Cabo de Palos, La Manga und Benidorm. Dabei wechseln sich ruhige Landstraßen, kurvenreiche Bergstrecken und schnelle Verbindungsabschnitte ab.
Sehenswürdigkeiten gehören zur Tour
Unsere Motorradtouren sind bewusst so geplant, dass neben dem Fahren auch Zeit für besondere Erlebnisse bleibt. Wir besuchen historische Burgen und Wallfahrtsorte, fahren zu Aussichtspunkten und entdecken außergewöhnliche Landschaften. Zu den Höhepunkten gehören beispielsweise die Kanonenburg Batería de Castillitos, die bizarren Felsformationen von Las Gredas de Bolnuevo, die Embalses de Algeciras und Guadalest, die Salinen von San Pedro del Pinatar mit ihren Flamingos, der Faro de Cabo de Palos und die ungewöhnliche Felsenkirche bei Calasparra. Auch die Kontraste der Region machen den Reiz aus: Auf einer Tour geht es durch historische Bergbaulandschaften, auf einer anderen fahren wir zwischen Mittelmeer und Mar Menor, und bei der Guadalest-Benidorm-Tour erleben wir Bergpässe und die spektakuläre Skyline einer modernen Küstenstadt.
Unser Tourbuch – Sehenswürdigkeiten und Restaurants inklusive
Damit ihr unterwegs nicht nur wisst, wo ihr fahren könnt, sondern auch, was es entlang der Strecke zu entdecken gibt, haben wir unsere Erfahrungen in einem eigenen Buch zusammengestellt. Darin sind die Sehenswürdigkeiten und wichtigen Zwischenstopps der Touren beschrieben. Auch ausgewählte Restaurants und Möglichkeiten für eine Mittagspause haben wir aufgenommen. So könnt ihr eure Motorradtour individuell gestalten: eine Sehenswürdigkeit ausführlicher besichtigen, einen zusätzlichen Fotostopp einlegen oder eine längere Mittagspause einplanen. Das Buch ist damit die ideale Ergänzung zu unseren Touren und hilft dabei, aus einer schönen Motorradstrecke einen abwechslungsreichen Urlaubstag zu machen.
Camping La Fuente – der ideale Ausgangspunkt
Ein besonderer Ausgangspunkt für unsere Motorradtouren ist der Camping La Fuente. Hier könnt ihr zwischen Campingplätzen, Bungalows und Hotelzimmern wählen und euren Aufenthalt ganz nach euren Vorstellungen gestalten. Von hier aus starten die Motorradtouren in die Region. Tagsüber entdecken wir die Berge, Küsten und Sehenswürdigkeiten Südostspaniens – und am Abend kommen wir wieder zurück zu unserer Unterkunft. Und dann wartet noch ein ganz besonderes Erlebnis: Nach einer ausgedehnten Motorradtour einfach noch einmal in das 36 °C warme Thermalbad springen. Das ist die perfekte Kombination aus Motorradfahren, Entdecken und Erholung. Tagsüber Kurven und Landschaft, abends warmes Thermalwasser und Entspannung. Gerade in den kühleren Monaten ist das ein besonderer Abschluss eines Motorradtages.
Motorradfahren statt Winterpause
Unsere Touren sind deshalb nicht nur klassische Ausflüge für die warme Jahreszeit. Sie eignen sich besonders für Motorradfahrer, die ihren Motorradsaison verlängern möchten und im Herbst, Winter oder Frühjahr dem mitteleuropäischen Wetter entfliehen wollen. Während zuhause vielleicht schon die Winterkleidung bereitliegt und das Motorrad eingemottet wird, können wir in Murcia weiterhin Kurven fahren, am Mittelmeer entlang cruisen, Bergpässe entdecken und anschließend den Tag im warmen Thermalwasser ausklingen lassen.
Wer einen Motorradurlaub in Spanien plant, sucht nicht nur schöne Strecken, sondern auch einen Ausgangspunkt, an dem man sich nach einem langen Tourentag wohlfühlt. Der Camping La Fuente in Fortuna bei Murcia bietet dafür eine besondere Kombination: eine gute Basis für Motorradtouren durch die Region Murcia und die Costa Blanca, verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten und einen außergewöhnlichen Thermal-Spa-Bereich mit warmem Thermalwasser. Tagsüber geht es mit dem Motorrad auf kurvenreiche Landstraßen, in die Berge oder ans Mittelmeer. Am Abend wartet die Entspannung im warmen Thermalwasser. Gerade für Motorradfahrer aus Mitteleuropa ist das interessant: Während bei uns im Herbst, Winter und Frühjahr oft kalte Temperaturen herrschen, lässt sich in der Region Murcia ganzjährig Motorrad fahren.
Weiterlesen: Camping La Fuente Fortuna – Ausgangspunkt für Motorradtouren
Name: MF01 Ricote Tour
Länge: 94km
Dauer: 5 Std
Höhe: 445m
Besonderheit: Nicht die Kilometer zählen – die Kurven und Erlebnisse zählen.
Weiterlesen: Ricote-Tal & Sierra de la Pila | Motorradtour 94 km
Tour-Name: MF02
Tour-Länge: 154 km
Tour-Dauer: 6 Std
Tour-Höhe: 495 m
Besonderheit: Kurvige Bergstraßen, kleine Nebenstraßen, Küstenabschnitte und viele viele Palmen.
Weiterlesen: Palmentour in Spanien | 154 km mit Palmen, Küste & Salzseen
Tour-Name: MF03 Murcia-Blick
Tour-Länge: 124 km
Tour-Dauer: 5 Std
Tour-Höhe: 495 m
Besonderheit: Kloster, Stadtpanorama, enge Bergstraßen, spektakuläre Schluchten, Felsformationen und überraschende Fotomotive.
Weiterlesen: Murcia-Blick | Motorradtour durch Berge & Schluchten
Seetour Alfonso XIII – Stausee, Felsen und Ricote-Tal
148 Kilometer, kurvenreiche Bergstraßen, beeindruckende Felslandschaften und gleich mehrere Stauseen: Diese abwechslungsreiche Tagestour führt uns durch eine Landschaft, die immer wieder mit neuen Eindrücken überrascht.
Wir fahren über kleine Nebenstraßen, entdecken historische Bauwerke, erklimmen aussichtsreiche Höhen und tauchen schließlich tief in eine beeindruckende Bergwelt rund um einen idyllisch gelegenen Stausee ein.
Später warten weitere Wasserflächen, eine ungewöhnliche Windmühle und zum Abschluss die abwechslungsreiche Landschaft des Ricote-Tals auf uns.
Eine Tour für alle, die gerne Kurven fahren und gleichzeitig Landschaft entdecken möchten.
Historisches Wasserrad – Wasser aus alter Zeit
Nach dem Start geht es zunächst über kleinere Straßen durch das Umland.
Schon bald wartet der erste interessante Zwischenstopp auf uns: ein außergewöhnlich gut erhaltenes historisches Wasserrad.
Was uns daran besonders fasziniert: Das Rad konnte allein durch die Kraft des fließenden Wassers Wasser nach oben befördern – ganz ohne moderne Pumpentechnik.
Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie früher mit einfachen, aber cleveren technischen Lösungen die Landwirtschaft mit Wasser versorgt wurde.
Wir nehmen uns etwas Zeit für das historische Bauwerk, bevor wir unsere Motorräder wieder starten.
Aussicht über das Tal
Weiter geht es zu einem idyllisch gelegenen Aussichtspunkt oberhalb einer Stadt.
Nach einem kurzen Fußweg erreichen wir einen markanten Aussichtspunkt mit einem großen Holzkreuz.
Und der kleine Aufstieg lohnt sich.
Vor uns breitet sich das gesamte Tal aus. Die Landschaft wirkt von hier oben noch einmal deutlich weitläufiger und zeigt eindrucksvoll, wie abwechslungsreich die Region ist.
Ein schöner Platz für eine kurze Pause und natürlich auch für ein paar Fotos.
Doch jetzt beginnt der eigentliche Motorradspaß.
Kurven hinauf in die Berge
Nach dem Aussichtspunkt verlassen wir die größeren Straßen und fahren auf kleinen Nebenstraßen weiter.
Die Strecke wird zunehmend einsamer.
Zunächst verläuft die Straße noch relativ ruhig und gerade, doch schon bald beginnt sie sich kurvenreich den Berg hinaufzuschrauben.
Bizarre Felswände begleiten uns, während wir immer weiter an Höhe gewinnen.
Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Landschaft.
Oben angekommen, führt die Straße zunächst am Berghang entlang – und irgendwann taucht zwischen den Bergen der erste Blick auf unser heutiges Hauptziel auf:
ein beeindruckender Stausee, eingebettet in eine faszinierende Berglandschaft.
Der Stausee – unser großes Tageshighlight
Die Zufahrt zum Stausee macht bereits richtig Spaß.
Eine kurvenreiche Straße schlängelt sich hinunter zum Wasser und führt dabei durch mehrere kurze Tunnel.
Schließlich erreichen wir die Staumauer.
Hier heißt es erst einmal: Motorrad abstellen und die Landschaft genießen.
Auf der einen Seite liegt das Wasser ruhig zwischen den Bergen, auf der anderen Seite fällt der Blick über die Staumauer hinunter in die beeindruckende Landschaft.
Mit etwas Glück entdecken wir sogar Fische im Wasser.
Ein wunderbarer Platz, um kurz durchzuatmen und die bisherige Fahrt Revue passieren zu lassen.
Durch Tunnel und entlang des Wassers
Doch das eigentliche Erlebnis rund um den Stausee geht noch weiter.
Nach der Staumauer führt die Strecke durch einen größeren Tunnel und anschließend immer wieder unmittelbar durch die felsige Landschaft.
Die Straße scheint sich förmlich ihren Weg durch die Berge zu suchen.
Immer wieder entdecken wir alte Bewässerungskanäle – stille Zeugen davon, welche Bedeutung Wasser für diese Region schon seit Jahrhunderten hat.
Mal liegt der See direkt neben uns, dann verschwindet er wieder hinter Felsen.
Dazu kommen die teilweise rötlich schimmernden Berge.
Wasser, Felsen und Berge – eine Kombination, die diese Strecke besonders macht.
An einer geeigneten Stelle stellen wir die Motorräder ab und gehen ein kurzes Stück zu Fuß zum Wasser.
Von dort eröffnet sich noch einmal ein besonders schöner Blick auf den Stausee.
Alte Salzbecken und eine vergessene Ruine
Kaum sitzen wir wieder auf den Motorrädern, wartet schon der nächste kleine Zwischenstopp.
Etwas abseits der Straße entdecken wir eine alte Ruine mit ehemaligen Salzbecken.
Heute sind die Becken längst ausgetrocknet, doch die Überreste vermitteln einen Eindruck davon, wie vielseitig diese Landschaft früher genutzt wurde.
Ein kurzer Abstecher, der sich lohnt – gerade weil solche kleinen historischen Spuren unterwegs immer wieder für Überraschungen sorgen.
Mittagspause
Nach dem Seeabschnitt wird es Zeit für eine Mittagspause.
Wer möchte, kann dafür einen kleinen Abstecher in einen nahegelegenen Ort machen und dort gemütlich essen.
Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die eigentliche Tour ohne längere Unterbrechung fortzusetzen.
Wir entscheiden uns heute für die gemütliche Variante und genießen eine ausgiebige Pause, bevor es weitergeht.
Durch die spanische „Tundra“
Nach dem Mittagessen verändert sich die Landschaft erneut.
Wir verlassen die Berge und fahren über kleinere Straßen durch eine weitläufige, offene Landschaft.
Fast schnurgerade führt die Straße durch eine Umgebung, die uns ein wenig an eine spanische Tundra erinnert.
Weite Flächen, kaum Verkehr und eine Landschaft, die sich deutlich von den Felsen und Bergen des ersten Tourabschnitts unterscheidet.
Fahrerisch ist dieser Abschnitt ruhiger – dafür bietet er eine ganz andere Atmosphäre.
Und genau dieser Kontrast macht die Tour so abwechslungsreich.
Eine Windmühle mit Don Quijote
Dann entdecken wir am Straßenrand ein ungewöhnliches Fotomotiv.
Eine alte Windmühle steht mitten in der Landschaft.
Direkt daneben befinden sich Figuren von Don Quijote und seinem treuen Begleiter.
Die Kombination aus Windmühle, Figuren und der weiten Landschaft ist geradezu perfekt für ein Erinnerungsfoto.
Die Anlage kann zwar nur von außen betrachtet werden, doch für einen kurzen Fotostopp ist der Platz allemal interessant.
Noch einmal Wasser und Berge
Weiter geht es durch die Landschaft, bis wir einen weiteren Stausee erreichen.
Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten, kurz anzuhalten und die Aussicht zu genießen.
Das Wasser liegt ruhig zwischen den Bergen und mit etwas Glück können wir am Ufer sogar Fischreiher beobachten.
Nach den kurvenreichen Bergstraßen und den vielen Eindrücken rund um den ersten Stausee ist dies ein angenehm ruhiger Abschnitt.
Durch das Ricote-Tal zurück
Doch die Tour ist noch nicht zu Ende.
Zum Abschluss erwartet uns noch einmal eine besonders abwechslungsreiche Landschaft.
Wir fahren durch ein weites Tal, begleitet von Bergen, landwirtschaftlich genutzten Flächen, Palmen und den typischen trockenen Hängen der Region.
Nach den engen Bergstraßen, den Felsformationen und den Stauseen wirkt dieser Abschnitt fast wie ein ruhiger Ausklang.
Wir lassen die letzten Kilometer entspannt auf uns wirken und genießen noch einmal die offene Landschaft.
Unser Fazit
148 Kilometer voller Abwechslung – und kaum ein Abschnitt gleicht dem anderen.
Historische Wasserräder, spektakuläre Aussichtspunkte, kurvenreiche Bergstraßen, bizarre Felslandschaften, Tunnel, Stauseen, alte Salzbecken und eine ungewöhnliche Windmühle sorgen dafür, dass unterwegs garantiert keine Langeweile aufkommt.
Dazu kommt am Ende noch die beeindruckende Landschaft des Ricote-Tals.
Eine echte Genussrunde für Motorradfahrer, die Kurven lieben, aber genauso gerne anhalten, schauen und entdecken.
Hoch hinaus in die Sierra Espuña
Heute geht es hoch hinaus. Auf rund 189 Kilometern führt uns diese abwechslungsreiche Motorradtour in eine der reizvollsten Bergregionen rund um Murcia. Weite Täler, trockene Berghänge, kleine Ortschaften und immer wieder beeindruckende Bergpanoramen begleiten uns auf unserem Weg.
Der eigentliche Höhepunkt wartet jedoch in der Sierra Espuña. Hier wird aus einer schönen Landschaft eine echte Motorradstrecke: kurvenreiche Bergstraßen, enge Kehren, Felsformationen und dichte Kiefernwälder sorgen für jede Menge Fahrspaß.
Ein Tourentipp für die kühleren Monate
Mit rund 1.365 Metern erreichen wir heute einen beachtlichen Höhenpunkt. Gerade in den Wintermonaten kann der Temperaturunterschied zwischen dem Start im Tal und den Bergen erheblich sein.
Während es morgens im Tal noch angenehm mild sein kann, können oben in den Bergen bereits Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt herrschen. Deshalb empfehlen wir, für diese Tour einen möglichst sonnigen und warmen Tag zu wählen und die Motorradbekleidung entsprechend anzupassen.
Durch weite Landschaften in Richtung Berge
Zu Beginn der Tour lassen wir die tieferen Lagen hinter uns und fahren durch eine zunehmend offene und trockene Landschaft. Felder, weite Ebenen und die Berge am Horizont prägen das Bild.
Immer wieder ergeben sich schöne Blicke zurück ins Tal und über die weitläufige Landschaft rund um Murcia. Die Straßen werden ruhiger und die Umgebung ursprünglicher – ein Vorgeschmack auf das, was uns später in den Bergen erwartet.
Unterwegs gibt es auch die Möglichkeit für einen ersten kleinen Aussichtsstopp. Von dort eröffnet sich ein schöner Blick über eine historische Stadt und die umliegende Landschaft.
Der Weg in die Sierra Espuña
Je näher wir den Bergen kommen, desto kurvenreicher wird die Strecke. Die Straße zieht sich langsam bergauf, erste Kehren kündigen den eigentlichen Fahrspaß an.
Mit zunehmender Höhe verändert sich auch die Landschaft. Die trockenen Ebenen bleiben zurück, und die ersten bewaldeten Berghänge tauchen auf. Schließlich erreichen wir den Bereich der Sierra Espuña – und hier beginnt der wohl spektakulärste Abschnitt unserer Tour.
Kurven, Kiefernwälder und wilde Landschaft
Dichte Kiefernwälder wechseln sich mit offenen Berghängen und markanten Felsformationen ab. Mit etwas Glück lassen sich unterwegs sogar Wildtiere beobachten.
Jetzt heißt es aufmerksam fahren. Nicht nur die vielen Kurven und engen Passagen verlangen Konzentration – auch Wanderer und Tiere können jederzeit auftauchen.
Die Kombination aus Wald, Felsen und der trockenen Berglandschaft macht diesen Abschnitt zu einem besonderen Erlebnis.
18 Kehren – Kurvenspaß auf spanische Art
Dann wird es richtig interessant: 18 Kehren ziehen sich den Berg hinauf.
Kurve für Kurve gewinnen wir an Höhe. Zwischen den Bäumen öffnen sich immer wieder kleine Ausblicke auf die umliegenden Berge und Täler. Die Perspektive verändert sich ständig und genau das macht diesen Abschnitt so reizvoll.
Alpenfeeling darf man hier natürlich nicht erwarten – trotzdem erinnert die Abfolge der Kehren ein wenig an einen kleinen Passklassiker. Nur eben mitten in der spanischen Landschaft.
Für Motorradfahrer ist dieser Abschnitt ein echtes Highlight.
Der höchste Punkt der Tour
Weiter oben wartet noch ein besonderer Abstecher. Über eine kurvenreiche Bergstraße erreichen wir den höchsten Punkt unserer heutigen Tour auf rund 1.365 Metern.
Ein kurzer Fußweg führt zu einem Aussichtspunkt. Von hier oben öffnet sich die Landschaft weit über die Bergwelt der Sierra Espuña. Nach den vielen Kurven ist dies der perfekte Moment, die Motorräder abzustellen, tief durchzuatmen und den Blick schweifen zu lassen.
Natürlich darf hier auch das eine oder andere Erinnerungsfoto nicht fehlen.
Bergab durch die Sierra Espuña
Nach dem Aussichtsstopp geht es wieder bergab. Die Straße bleibt schmal und kurvenreich, Kehren wechseln sich mit engeren Kurven ab.
Hier ist etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt, denn unübersichtliche Kurven und möglicher Gegenverkehr gehören zu diesem Abschnitt dazu. Wer das Tempo entsprechend anpasst, kann dafür die Landschaft umso intensiver genießen.
Immer wieder öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf die umliegenden Berge und Täler frei. Felsen, Kiefern und trockene Berghänge ergeben dabei eine Landschaft, die für diese Region typisch ist.
Für uns gehört dieser Abschnitt zu den schönsten Fahrstrecken der gesamten Tour.
Historisches Flair über dem Tal
Nach dem Bergabschnitt führt die Tour wieder durch offenere Landschaften. Ein Abstecher bringt uns zu einem historischen Ort, der spektakulär auf einem erhöhten Felsplateau liegt.
Alte Gebäude, eine mittelalterliche Befestigung und ein markanter Wehrturm erzählen von der langen Geschichte der Region. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte das Motorrad hier einmal abstellen und einen kurzen Spaziergang unternehmen.
Nach den vielen Bergkurven bietet dieser historische Zwischenstopp eine schöne Abwechslung.
Aussicht mit Weitblick
Nicht weit entfernt wartet bereits der nächste Aussichtspunkt.
Eine schmale Bergstraße führt hinauf zu einer markanten Christusstatue. Von hier oben liegt das weite Tal unter uns, und bei guter Sicht reicht der Blick sogar bis zur Mittelmeerküste.
Dieser Aussichtspunkt ist ein weiterer besonderer Moment der Tour: Die Motorräder stehen für einen Augenblick still, während sich vor uns eine beeindruckende Weite öffnet.
Zeit für eine wohlverdiente Mittagspause
Nach so vielen Kurven haben wir uns eine Pause verdient.
Auf dem weiteren Weg bietet sich eine gute Gelegenheit für eine gemütliche Mittagspause. Bei einem typisch spanischen Mittagsmenü können wir die bisherigen Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen und neue Energie für den Rückweg sammeln.
Zurück durch die Landschaft rund um Murcia
Nach der Mittagspause liegt der fahrerisch anspruchsvollste Teil der Tour hinter uns. Wir verlassen die Berge langsam wieder und fahren durch die weitläufige Landschaft zurück in Richtung Ausgangspunkt.
Die Rückfahrt ist bewusst entspannter gehalten. So bleibt Zeit, die Eindrücke des Tages noch einmal auf sich wirken zu lassen.
Nach insgesamt rund 189 Kilometern endet unsere Tour durch die Sierra Espuña – mit vielen Kurven, beeindruckenden Höhenmetern, spektakulären Aussichtspunkten und jeder Menge spanischer Berglandschaft.
Unser Fazit
Die Sierra-Espuña-Tour verbindet genau das, was eine abwechslungsreiche Motorradtour ausmacht: kurvenreiche Bergstraßen, schöne Aussichtspunkte, wilde Landschaften, historische Orte und genügend Möglichkeiten für kleine Pausen.
Der eigentliche Höhepunkt sind dabei nicht nur die 18 Kehren oder der höchste Punkt auf 1.365 Metern. Es ist die Kombination aus Fahrspaß und Landschaft, die diese 189 Kilometer zu einem besonderen Motorraderlebnis macht.
Tief hinein ins unbekannte Spanien
Diese Tour ist etwas für alle, die Spanien einmal abseits der bekannten Küstenregionen erleben möchten.
Auf rund 194 Kilometern entdecken wir ein überraschend einsames Hinterland mit weiten Landschaften, kleinen Landstraßen, Flusstälern, Bergen und landwirtschaftlich geprägten Regionen. Dazu kommen beeindruckende Stauseen, kurvenreiche Motorradstrecken und ein ganz besonderes Highlight: Reisfelder mitten in einer ansonsten trockenen Landschaft.
Ein Teil der Tour führt zunächst über schnellere Straßen. Danach verändert sich der Charakter jedoch deutlich – und genau dann beginnt für uns der besondere Reiz dieser Tour.
Vom schnellen Kilometerfressen ins ruhige Hinterland
Nach dem Start geht es zunächst zügig aus der Umgebung von Murcia hinaus. Einige Kilometer können wir dabei entspannt Strecke machen, bevor wir die schnelleren Straßen wieder verlassen.
Plötzlich wird es ruhig.
Die Landschaft öffnet sich, einzelne Gehöfte und Felder liegen weit verstreut, und am Horizont zeichnen sich die Berge ab. Der Eindruck entsteht, dass hier deutlich weniger Menschen leben als in den bekannten touristischen Regionen Spaniens.
Genau diese Einsamkeit macht den besonderen Charakter der Las-Minas-Tour aus.
Eine überraschende Kunstpause
Mitten in dieser ländlichen Umgebung wartet eine ungewöhnliche Überraschung am Straßenrand.
Ein Künstler verwandelt ausgediente und alte Gegenstände in Skulpturen und andere Kunstwerke. Je nach Öffnungszeit lohnt sich hier ein kurzer Zwischenstopp.
Danach wird die Landschaft noch ursprünglicher.
Die Straße schlängelt sich durch das Hinterland, über kleine Anhöhen und durch offene Täler. Zwischen den trockenen Bergen sorgen der Fluss und landwirtschaftlich genutzte Flächen immer wieder für überraschend grüne Farbtupfer.
Andere Fahrzeuge begegnen uns nur selten.
Hier geht es nicht darum, möglichst schnell von einem Punkt zum nächsten zu kommen. Die Strecke selbst ist das Erlebnis.
Wasser mitten in der trockenen Landschaft
Unterwegs lohnt sich ein kleiner Abstecher zu einem interessanten Bereich rund um einen Stausee.
Ein Tunnel, Wasserläufe und die umliegende Landschaft zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung die Wasserwirtschaft für diese trockene Region hat.
Gerade der Kontrast zwischen karger Landschaft und den grünen, bewässerten Flächen macht diesen Zwischenstopp besonders interessant.
Die überraschenden Reisfelder
Dann verändert sich die Landschaft erneut.
Immer häufiger tauchen Reisfelder auf – und genau das hätten wir in dieser trockenen Umgebung vielleicht nicht erwartet.
Das Wasser der umliegenden Flüsse wird über Kanäle und Bewässerungsgräben auf die landwirtschaftlichen Flächen geleitet. So entsteht ein faszinierender Kontrast: Auf der einen Seite erleben wir trockene, fast halbwüstenartige Landschaften, auf der anderen Seite leuchtend grüne Felder.
Der Reisanbau findet hier zudem auf einer für Reis ungewöhnlichen Höhenlage statt. Die Region gehört zur traditionellen Reisanbauregion rund um Calasparra und ist unter anderem für ihren sogenannten Bergreis bekannt.
Für uns ist dieser Abschnitt eines der besonderen Erlebnisse der gesamten Tour.
Las Minas – ruhig, ursprünglich und weit weg vom Tourismus
In der kleinen Siedlung besteht die Möglichkeit für eine kurze Pause. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass eine örtliche Bar tatsächlich geöffnet ist.
Danach wird es wieder richtig ruhig.
Die Straße führt weiter durch eine eigenwillige Berglandschaft mit kleinen Tälern und sanften Anhöhen. Nur wenige Häuser und kaum Verkehr begleiten uns.
Wir haben hier tatsächlich das Gefühl, weit weg vom touristischen Spanien unterwegs zu sein.
Keine großen Ferienanlagen, keine dicht befahrenen Straßen – stattdessen Kurven, Landschaft und sehr viel Ruhe.
Für Motorradfahrer, die gerne abseits der bekannten Wege unterwegs sind, ist dieser Abschnitt ein echtes Highlight.
Ein beeindruckender Stausee
Ein weiterer Höhepunkt der Tour ist der große Embalse del Cenajo.
Der gewaltige Stausee liegt eingebettet zwischen Bergen und prägt die Landschaft auf beeindruckende Weise. Schon die Anfahrt bietet schöne Motorradstrecken, doch besonders eindrucksvoll ist der Bereich rund um die Staumauer.
Wir bekommen hier einen ganz anderen Eindruck von den Dimensionen der Anlage. Wasser, Felsen und das gewaltige Bauwerk bilden eine beeindruckende Kulisse.
Je nach Zeit und Lust lohnt sich der Abstecher unbedingt – nicht nur für Motorradfahrer, sondern auch für alle, die gerne besondere Landschaften fotografieren.
Noch einmal Kurven und Einsamkeit
Nach dem Stausee wartet erneut ein schöner Abschnitt durch das Hinterland.
Eine schmale, kurvenreiche Straße führt durch eine Landschaft, in der uns weiterhin nur wenige Fahrzeuge begegnen. Die Strecke macht mit dem Motorrad richtig Spaß, verlangt aber etwas Aufmerksamkeit.
In dieser Region sind auch größere Fahrzeuge unterwegs. Deshalb genießen wir die Kurven lieber mit angemessenem Tempo und behalten unübersichtliche Stellen gut im Blick.
Mit zunehmender Nähe zu den größeren landwirtschaftlich genutzten Flächen verändert sich die Landschaft erneut. Immer mehr Felder tauchen auf – darunter zahlreiche Anbauflächen für Gemüse.
Ein ungewöhnlicher Aussichtspunkt
Auf dem weiteren Weg wartet noch ein besonderer kleiner Zwischenstopp.
An einem Aussichtspunkt entdecken wir eine interessante geologische Besonderheit: markante, säulenartige Basaltformationen, die an die berühmten Felsen des Giant’s Causeway erinnern.
Die kleine Nachbildung bildet einen ungewöhnlichen Kontrast zur trockenen Landschaft und ist ideal für eine kurze Pause.
Motorrad abstellen, ein paar Minuten die Beine vertreten, Fotos machen – und schon geht es weiter.
Mittagspause in der Reisregion
Natürlich darf auf einer solchen Tour auch eine gemütliche Mittagspause nicht fehlen.
Wir erreichen eine Gegend, die besonders für ihren Reis bekannt ist. Damit passt die Pause auch kulinarisch perfekt zum Thema unserer Tour.
Bei einem gemütlichen Essen können wir die bisherigen Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen, bevor es anschließend wieder zurück auf die Straße geht.
Zwei Möglichkeiten für den Rückweg
Nach dem Mittagessen beginnt die Rückfahrt.
Wer den Tag etwas entspannter ausklingen lassen möchte, kann einen Teil des Rückwegs über die schnellere Strecke zurücklegen. Wer dagegen noch nicht genug von der Landschaft und dem Motorradfahren hat, kann die Rückfahrt auch stärker über Landstraßen gestalten.
Die zweite Variante bietet noch einmal zusätzliche Landschaft und Kurven und verlängert das Motorraderlebnis entsprechend.
Unser Fazit
Die Las-Minas-Tour ist eine Tour für Entdecker.
Sie führt uns in eine Region Spaniens, die viele Reisende vermutlich nicht auf dem ersten Blick mit spektakulären Motorraderlebnissen verbinden würden. Genau darin liegt ihr Reiz.
Reisfelder, trockene Berge, Flusstäler, einsame Landstraßen und gewaltige Stauseen wechseln sich ab und sorgen auf den 194 Kilometern für eine außergewöhnliche Mischung.
Wer Spanien einmal abseits der bekannten Wege erleben und dabei möglichst viel Ruhe, Landschaft und Motorradfahren miteinander verbinden möchte, wird diese Tour in besonderer Erinnerung behalten.
Wein, Berge und einsame Straßen
Bei dieser Tour verbinden wir drei Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt zusammengehören: Wein, kurvenreiche Bergstraßen und einsame Landschaften.
Auf rund 134 Kilometern entdecken wir verschiedene Weinbodegas mit ganz unterschiedlichen Charakteren, durchqueren die Weinregion rund um Pinoso und Jumilla und fahren anschließend hinein in die Berge der Sierra de la Pila.
Dabei wechseln sich gemütliche Weinpausen mit kleinen, kaum befahrenen Landstraßen, beeindruckenden Felsformationen und schönen Aussichtspunkten ab.
Und natürlich gilt: Wer Wein einkaufen möchte, sollte genügend Stauraum am Motorrad einplanen. Die Versuchung, die eine oder andere Flasche mitzunehmen, ist bei dieser Tour durchaus vorhanden.
Früh starten und den Tag genießen
Für diese Tour empfehlen wir einen frühen Start. Die Bodegas haben teilweise eine Mittagspause und wir möchten genügend Zeit haben, mehrere unterschiedliche Weinadressen kennenzulernen.
Schon kurz nach dem Start gewinnen wir an Höhe. Die Straße führt durch eine karge, abwechslungsreiche Landschaft mit bizarren Fels- und Bergformationen.
Immer wieder tauchen interessante Fotomotive auf – darunter auch kleine Überraschungen am Straßenrand.
Gerade diese Mischung aus trockener Landschaft, ungewöhnlichen Gesteinsformationen und wenig Verkehr macht bereits die ersten Kilometer zu einem schönen Einstieg in den Tourentag.
Durch die Weinregion
Nach den ersten Höhenmetern geht es weiter durch eine ländliche Gegend mit kleinen Ortschaften und ruhigen Straßen.
Die Landschaft wird zunehmend von Weinbergen geprägt. Gleichzeitig bleiben die Berge und trockenen Hänge allgegenwärtig.
Unterwegs wird die Straße teilweise schmaler und etwas unebener. Hier lassen wir es entspannt angehen und genießen lieber die Umgebung, anstatt unnötig Tempo zu machen.
Denn genau dafür sind solche kleinen spanischen Nebenstraßen gemacht: fahren, entdecken und die Landschaft auf sich wirken lassen.
Erste Bodega – Wein direkt vom Fass
Unsere erste Weinbodega ist eher einfach und bodenständig – und gerade das macht ihren Charme aus.
Hier erleben wir regionalen Wein nicht als schicke Boutique, sondern ganz unkompliziert und direkt. Verschiedene Hausweine können probiert und anschließend auch in größeren Gebinden mitgenommen werden.
Neben Rot-, Weiß- und Roséwein finden wir weitere regionale Produkte und auch besondere Spezialitäten.
Für uns ist das ein authentischer Einblick in die spanische Weinkultur: unkompliziert, persönlich und deutlich näher am regionalen Weinbau als an einer klassischen Touristenattraktion.
Wein einkaufen einmal anders
Die nächste Weinadresse präsentiert sich schon ganz anders.
Auf den ersten Blick erinnert sie eher an einen größeren Laden oder Supermarkt. Im Inneren erwartet uns jedoch ein eigener Bereich rund um den Wein mit einer deutlich größeren Auswahl.
Damit erleben wir bereits zwei völlig unterschiedliche Arten des regionalen Weinverkaufs – und genau diese Unterschiede machen die Tour so abwechslungsreich.
Zwei Bodegas, zwei Charaktere
Im weiteren Verlauf erreichen wir eine bekannte Weinregion, in der gleich zwei weitere Bodegas auf unserem Programm stehen.
Die erste ist größer und umfangreicher. Neben verschiedenen Hausweinen gibt es eine große Auswahl an Flaschenweinen und die Möglichkeit, Weine zu probieren. Auch besondere Spezialitäten wie Vermouth gehören zum Angebot.
Nur wenige Schritte entfernt wartet anschließend das komplette Gegenteil: eine kleine, ursprüngliche Bodega, bei der der Weinverkauf noch sehr direkt und unkompliziert abläuft.
Gerade dieser Kontrast gefällt uns besonders.
Innerhalb kürzester Zeit erleben wir zwei völlig unterschiedliche Seiten der regionalen Weinkultur.
Natürlich gilt für uns Motorradfahrer: Probieren ja – trinken während der Tour selbstverständlich nicht.
Ein ruhiger Abstecher in die Berge
Nach den Weinbodegas lassen wir die Weinregion langsam hinter uns und fahren wieder hinauf in die Berge.
Ein kleiner historischer Zwischenstopp bringt dabei etwas Ruhe in den Tag. Ein traditionsreiches Kloster liegt idyllisch in den Bergen und bietet eine schöne Gelegenheit, die Motorräder einmal abzustellen und die Umgebung zu erkunden.
Nach dem bisherigen Tourverlauf mit Wein, kleinen Ortschaften und ländlichen Straßen ist dieser Abschnitt eine willkommene Abwechslung.
Die Sierra de la Pila wartet
Anschließend wird es wieder richtig interessant für Motorradfahrer.
Wir verlassen die größeren Straßen und tauchen erneut in eine ruhige, kaum befahrene Landschaft ein. Die Straße wird schmaler und beginnt sich langsam den Berghängen hinaufzuarbeiten.
Mit zunehmender Höhe werden die Kurven enger, die Landschaft bergiger und die Umgebung immer ursprünglicher.
Jetzt ist wieder Kurvenspaß angesagt.
Aussicht über das Tal
Oben angekommen wartet ein schöner Aussichtspunkt.
Ein kurzer Fußweg führt zu einer Felskante, von der wir weit über das Tal und die umliegende Berglandschaft blicken können.
Nach den vielen kleinen Straßen und Kurven ist dies der perfekte Moment, die Motorräder stehen zu lassen und die Landschaft ganz in Ruhe zu genießen.
An schönen Wochenenden kann es hier etwas lebhafter werden, denn auch Einheimische und Urlauber schätzen diesen Platz für eine Pause oder ein Picknick.
Kurvenreich zurück ins Tal
Nach dem Aussichtsstopp geht es wieder bergab.
Die Straße führt teilweise am Hang entlang und bietet noch einmal zahlreiche Kurven. Der Abschnitt ist schmal, aber gut zu fahren – vorausgesetzt, wir lassen es vorausschauend angehen.
Gerade bei unübersichtlichen Kurven gilt: lieber etwas Tempo herausnehmen und die Strecke sauber genießen.
Unten im Tal verändert sich die Landschaft erneut. Eine idyllische Nebenstraße führt durch die offene Landschaft, vorbei an markanten Felsformationen und kleinen Ortschaften.
Langsam nähern wir uns wieder unserem Ausgangspunkt.
Unser Fazit
Die Weinbodega-Tour MF7 ist eine außergewöhnliche Kombination aus Genuss und Motorradfahren.
Wir erleben unterschiedliche Formen spanischer Weinkultur, entdecken eine abwechslungsreiche Weinlandschaft und wechseln anschließend in die ruhigen Bergregionen der Sierra de la Pila.
Weinbodegas, trockene Berglandschaften, einsame Straßen, Kurven und weite Ausblicke machen diese 134 Kilometer zu einer Tour, bei der nicht nur die gefahrene Strecke zählt, sondern vor allem die vielen kleinen Erlebnisse unterwegs.
Und wer am Ende mit etwas mehr Wein im Gepäck nach Hause fährt, hat die Tour vermutlich nicht ganz ohne Grund gemacht.
Geschichte trifft Motorradspaß
Bei dieser Tour verbinden wir Geschichte und Motorradfahren auf besonders abwechslungsreiche Weise.
Auf rund 173 Kilometern erwarten uns eine beeindruckende historische Burg, einsame Landstraßen, bizarre Felsformationen, kleine grüne Oasen, ein Bergpass und jede Menge Kurven.
Dabei wechseln sich ruhige Landschaften mit anspruchsvolleren Bergstrecken ab. Genau diese Mischung macht die Burgen-Tour zu einer abwechslungsreichen Tagestour für alle, die beim Motorradfahren gerne etwas entdecken.
Die Burg über dem Tal
Unser erstes großes Highlight ist eine mittelalterliche Burg, die spektakulär auf einem Hügel über dem Tal liegt.
Schon die Anfahrt macht neugierig. Oben angekommen, stellen wir die Motorräder ab und gehen die letzten Meter zu Fuß weiter.
Die Festung stammt ursprünglich aus islamischer Zeit und wurde im Mittelalter an strategisch wichtiger Stelle errichtet. Von ihrer erhöhten Lage aus konnte einst der Verkehrsweg durch das Tal kontrolliert werden.
Heute interessiert uns natürlich vor allem eines: der Ausblick.
Vom Burgturm eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama über die Stadt und die umliegende Landschaft. Nach den ersten Kilometern ist dieser historische Ort ein perfekter Auftakt für unsere Tour.
Ein ungewöhnliches Detail: Höhlenhäuser
Direkt unterhalb der Burg entdecken wir eine weitere Besonderheit.
In den Felsen beziehungsweise in die vorhandene Mauer wurden einst Wohnräume hineingearbeitet. Die ungewöhnlichen Höhlenhäuser wurden später tatsächlich als Wohnungen genutzt.
Damit ist die Burg für uns mehr als nur ein kurzer Fotostopp. Sie verbindet Geschichte, Architektur und einen außergewöhnlichen Blick über die Landschaft.
Hinein in die Bergwelt
Nach dem Burgbesuch verlassen wir die Stadt und tauchen langsam in die Berglandschaft ein.
Mit zunehmender Entfernung wird die Straße schmaler, der Verkehr nimmt ab und die Umgebung wird immer ursprünglicher.
Besonders schön sind die kleinen grünen Oasen, die plötzlich zwischen den trockenen Bergen auftauchen. Wasserstellen und kleine Tümpel bilden einen überraschenden Kontrast zur ansonsten kargen Landschaft.
Wer etwas Zeit mitbringt, kann an geeigneten Stellen das Motorrad abstellen und die Umgebung zu Fuß erkunden.
Immer wieder entdecken wir dabei bizarre Felsformationen und kleine Schluchten, die sich hervorragend für einen kurzen Zwischenstopp und ein paar Fotos eignen.
Hinauf zum Bergpass
Je weiter wir in die Berge vordringen, desto kurvenreicher wird die Strecke.
Die Straße windet sich durch eine fantastische Bergwelt, vorbei an Felsen, Tälern und trockenen Hängen. Immer wieder öffnen sich neue Ausblicke und machen deutlich, wie weitläufig diese Region ist.
Schließlich erreichen wir einen Bergpass auf rund 1.097 Metern Höhe.
Hier verändert sich der Charakter der Tour erneut.
Bergab mit ordentlich Gefälle
Auf der anderen Seite des Passes geht es deutlich bergab.
Teilweise weist die Strecke ein kräftiges Gefälle auf und kombiniert dieses mit Kurven und teilweise enger Fahrbahn. Hier lassen wir es bewusst etwas ruhiger angehen.
Gerade auf unbekannten Bergstraßen macht es mehr Spaß, sauber durch die Kurven zu fahren und die Landschaft zu genießen, als unnötig Tempo zu machen.
Nach der Abfahrt führt die Tour wieder durch ein weites Tal – und dann beginnt der Abschnitt, auf den sich viele Motorradfahrer besonders freuen.
Motorradstrecke pur
Jetzt wird aus der abwechslungsreichen Landschaftstour eine echte Kurvenrunde.
Kurve reiht sich an Kurve. Mal ist die Straße etwas breiter, mal schmaler. Dazu kommen eine beeindruckende Bergkulisse und vergleichsweise wenig Verkehr.
Hier passt für uns einfach vieles zusammen.
Die Strecke ist kein künstlicher Motorradpark, sondern eine ganz normale öffentliche Landstraße, auf der wir die Landschaft erleben und gleichzeitig jede Menge Kurven genießen können.
Dass wir dabei nicht alleine unterwegs sind, merken wir schnell: Diese Gegend ist auch bei anderen Motorradfahrern beliebt.
Zeit für eine spanische Mittagspause
Nach den vielen Kurven erreichen wir einen Ort, der sich hervorragend für eine Mittagspause eignet.
Hier können wir die Motorräder abstellen und bei einem gemütlichen spanischen Essen neue Energie tanken.
Nach dem kurvenreichen Vormittag ist diese Pause genau richtig: etwas Ruhe, gutes Essen und Zeit, die bisherigen Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen.
Wieder hinaus in die Einsamkeit
Nach der Mittagspause verlassen wir die Ortschaft wieder und tauchen erneut in die ruhige Berglandschaft ein.
Die Straße wird schmaler und einsamer. Kleine grüne Oasen, Wasserstellen und markante Felsformationen sorgen immer wieder für überraschende Abwechslung.
Zwischendurch passieren wir eine längere Brücke und kommen an einem größeren Picknickplatz vorbei.
Dieser Abschnitt lebt weniger von einem einzelnen spektakulären Highlight. Vielmehr ist es die Kombination aus Ruhe, Landschaft und kleinen Entdeckungen am Wegesrand, die ihn so reizvoll macht.
Durch abwechslungsreiche Landschaft zurück
Langsam verlassen wir die Bergwelt wieder und nähern uns den tieferen Lagen.
Die Landschaft verändert sich erneut und die Straßen werden wieder etwas großzügiger. Ein kurzer Abschnitt über eine schnellere Verbindung bringt uns weiter, bevor wir erneut auf Landstraßen wechseln.
Unterwegs können wir noch einmal einen markanten Bau auf einem Hügel erkennen, den wir von einer anderen Tour bereits kennen. Heute lassen wir ihn jedoch bewusst links liegen – denn bei dieser Tour stehen Burg, Berge und Kurven im Mittelpunkt.
Die letzten Kilometer führen wieder durch die abwechslungsreiche Landschaft zurück zum Ausgangspunkt.
Unser Fazit
Die Burgen-Tour verbindet zwei Dinge, die auf einer Motorradtour hervorragend zusammenpassen: spannende Geschichte und kurvenreiche Straßen.
Eine mittelalterliche Burg, ungewöhnliche Höhlenhäuser, trockene Berglandschaften, grüne Oasen, bizarre Felsen, ein Pass auf über 1.000 Metern und eine echte Kurvenstrecke machen die 173 Kilometer abwechslungsreich.
Wer beim Motorradfahren nicht nur Kilometer sammeln, sondern auch immer wieder anhalten, entdecken und staunen möchte, bekommt hier eine Tour mit vielen unterschiedlichen Eindrücken.
Geschichte, Landschaft und Motorradspaß – genau diese Mischung macht die Burgen-Tour aus.
Kultur, Natur und Motorradfahren
Diese 140 Kilometer lange Tour verbindet ganz unterschiedliche Facetten Südostspaniens.
Wir starten in der trockenen und hügeligen Landschaft rund um Murcia und entdecken zunächst eine außergewöhnliche Kirche, die tatsächlich wie aus einem Märchenbuch wirkt. Anschließend wechseln wir in eine völlig andere Welt: hohe Palmen, historische Bewässerungsanlagen und eine grüne Oase mitten in der trockenen Landschaft.
Danach wartet mit einem Naturpark und seinen ausgedehnten Wasserflächen ein weiterer überraschender Landschaftswechsel auf uns. Flamingos, Reiher und andere Wasservögel sorgen hier für besondere Naturerlebnisse.
Zum Abschluss geht es wieder zurück auf kleine Landstraßen und kurvenreiche Strecken.
Eine Kirche wie aus dem Märchenbuch
Schon die ersten Kilometer führen durch eine trockene, hügelige Landschaft mit markanten Felsformationen.
Unser erstes großes Highlight ist jedoch ein außergewöhnliches Bauwerk auf einem Hügel über einer Stadt. Schon aus der Entfernung wirkt die Kirche mit ihren verspielten Türmen und der ungewöhnlichen Architektur eher wie ein Märchenschloss als wie eine klassische spanische Kirche.
Wir stellen die Motorräder ab und nehmen uns etwas Zeit für die Besichtigung.
Der Bau entstand im frühen 20. Jahrhundert und wurde nach mehreren Bauphasen fertiggestellt. Besonders interessant ist die ungewöhnliche Gestaltung des Gebäudes. Der Grundriss erinnert an ein Gefäß für Salböl und stellt damit einen direkten Bezug zur Namensgeberin der Kirche her.
Auch die Fassade lohnt einen genaueren Blick. Unterschiedliche Materialien wie Naturstein, Ziegel, Keramik und Flusskiesel wurden miteinander kombiniert.
Für uns ist das ein perfekter Auftakt: ein außergewöhnliches Bauwerk, eine schöne Aussicht und ein erster Eindruck davon, wie abwechslungsreich diese Tour noch werden wird.
Von der Märchenkirche in die Palmenwelt
Nach der Besichtigung steigen wir wieder auf die Motorräder und fahren weiter.
Und plötzlich verändert sich die Landschaft komplett.
Aus der trockenen Hügellandschaft gelangen wir in eine Stadt, die für ihre beeindruckenden Palmenhaine bekannt ist. Unser nächster Stopp führt uns in einen historischen Stadtpark mit zahlreichen hohen Dattelpalmen.
Helm ab, Motorrad abstellen und eintauchen in eine völlig andere Welt.
Ein historischer Palmenhain
Der große Stadtpark vereint mehrere historische Palmenhaine und vermittelt auf kleinem Raum einen Eindruck von der besonderen Kulturlandschaft der Region.
Unter den hohen Dattelpalmen fällt es schwer zu glauben, dass wir uns nur kurze Zeit zuvor noch durch eine ausgesprochen trockene Landschaft bewegt haben.
Doch genau darin liegt die Geschichte dieses Palmenbestandes.
Eine künstlich geschaffene Oase
Die Palmen wurden hier nicht einfach nur zur Verschönerung gepflanzt. Sie sind Teil eines ausgeklügelten Systems aus Landwirtschaft und Bewässerung.
Bereits vor Jahrhunderten wurde Wasser über Kanäle verteilt. Palmen wurden unter anderem entlang der Bewässerungsgräben und an den Rändern landwirtschaftlicher Flächen gepflanzt.
So entstand mitten in einer trockenen Region eine beeindruckende grüne Oase.
Der historische Palmenhain von Elche gehört heute zum UNESCO-Welterbe und zählt mit seinen vielen Palmen zu den außergewöhnlichsten Kulturlandschaften Europas.
Mehr als nur Palmen
Auch innerhalb des Parks gibt es einiges zu entdecken.
Eine historische Mühle, ungewöhnliche Gebäude, Gartenanlagen, ein kleines Amphitheater und weitere Details sorgen dafür, dass der Spaziergang abwechslungsreich bleibt.
Für uns ist dieser Stopp deshalb weit mehr als ein kurzer Spaziergang durch einen Stadtpark.
Hier erleben wir auf engem Raum, wie eng Wasser, Landwirtschaft, Palmen und die Geschichte der Region miteinander verbunden sind.
Vom Palmenhain zur Wasserlandschaft
Nach dem Spaziergang geht es wieder auf die Motorräder.
Wir verlassen die Stadt und fahren weiter in Richtung Küste. Dabei verändert sich die Landschaft erneut.
Die Palmen begleiten uns noch eine Weile, doch irgendwann öffnet sich vor uns eine völlig andere Welt: Wasserflächen, Schilf, Lagunen und Feuchtgebiete.
Wir erreichen einen Naturpark, den man in dieser trockenen Region zunächst kaum erwarten würde.
El Fondo – Naturparadies im trockenen Südosten
Der Naturpark El Fondo ist ein faszinierender Kontrast zu den trockenen Landschaften, die wir während der Tour bereits kennengelernt haben.
Wasserflächen, Schilfgebiete und Salzflächen prägen die Umgebung. Entstanden ist dieses Feuchtgebiet aus den Resten einer ehemals deutlich größeren Lagunenlandschaft.
Auch hier hat der Mensch die Landschaft entscheidend geprägt. Wasserbau und Landwirtschaft haben über viele Jahrzehnte eine Landschaft entstehen lassen, die heute für zahlreiche Vogelarten einen wichtigen Lebensraum bietet.
Und genau diese Verbindung aus menschlicher Nutzung und wertvoller Natur macht den Besuch so interessant.
Vögel ganz aus der Nähe
Vom Parkplatz geht es zu Fuß weiter.
Ein Holzsteg führt mitten durch die Wasserlandschaft und ermöglicht uns einen besonderen Blick auf das Leben zwischen Schilf und Lagunen.
Mit etwas Glück entdecken wir Flamingos, Reiher, Enten und verschiedene Watvögel.
Auch seltene Vogelarten sind in diesem Gebiet zu Hause.
Nach Kirche und Palmenhain steht jetzt ganz eindeutig die Natur im Mittelpunkt.
Der Holzsteg ist deshalb ein besonders schöner Kontrast zu den bisherigen Stationen der Tour.
Zurück in die Berge
Nach unserem Besuch im Naturpark steigen wir wieder auf die Motorräder.
Die Landschaft verändert sich erneut. Die Wasserflächen bleiben zurück und vor uns liegen wieder trockene, hügelige Landschaften.
Auf kleinen asphaltierten Straßen geht es langsam zurück in Richtung Berge. Unterwegs erreichen wir noch einmal einen höheren Pass und genießen die wechselnden Perspektiven auf die Landschaft.
Wer die Region bereits von einer anderen Tour kennt, wird einige Abschnitte vielleicht wiedererkennen. Aus einer anderen Fahrtrichtung wirken selbst bekannte Straßen jedoch erstaunlich unterschiedlich.
Der kurvenreiche Abschluss
Zum Ende der Tour wird es noch einmal richtig schön für Motorradfahrer.
Kleine Landstraßen führen durch die offene Landschaft, vorbei an Hügeln und markanten Felsformationen. Nach den vielen Eindrücken des Tages steht jetzt wieder das eigentliche Motorradfahren im Mittelpunkt.
Weniger Besichtigungsprogramm, dafür Kurven, Landschaft und Ruhe.
Genau so darf eine abwechslungsreiche Motorradtour langsam ausklingen.
Unser Fazit
Die Märchenkirchen-Tour ist eine Tour für alle, die beim Motorradfahren gerne unterschiedliche Welten miteinander verbinden.
Wir erleben ein außergewöhnliches historisches Bauwerk, spazieren durch einen beeindruckenden Palmenhain, beobachten Vögel in einer überraschenden Wasserlandschaft und genießen anschließend noch einmal kurvenreiche Landstraßen durch die Berge.
Kultur, Natur und Motorradfahren wechseln sich auf den 140 Kilometern ständig ab.
Und genau dieser stetige Landschaftswechsel macht die Tour so besonders: Von trockenen Bergen zur grünen Palmenoase, von der Palmenwelt zu Wasser und Vögeln – und anschließend wieder zurück auf die kurvigen Straßen Spaniens.
Kanonenburg-Tour – Küste, Kanonen und Bergstraßen
231 Kilometer | Tagestour | Küste & Berge
Diese Tour gehört zu den längeren Tagestouren unserer Motorradstrecken. Rund 231 Kilometer warten auf uns – deshalb nutzen wir für die An- und Abreise teilweise die Autobahn. So sparen wir Zeit und können uns auf das eigentliche Highlight konzentrieren: die spektakuläre Auffahrt zur berühmten Kanonenburg an der Mittelmeerküste.
Die Tour verbindet schnelle Autobahnkilometer mit kurvenreichen Bergstraßen, eindrucksvollen Küstenlandschaften und einem außergewöhnlichen historischen Bauwerk. Dazu kommen bizarre Felsformationen, spektakuläre Aussichtspunkte und immer wieder fantastische Blicke auf das Mittelmeer.
Früh starten und schnell an die Küste
Wir starten früh am Morgen und machen zunächst einige Kilometer auf der Straße, bevor wir auf die Autobahn wechseln. Wer noch tanken muss, sollte diese Gelegenheit nutzen und die Motorräder vor dem längeren Streckenabschnitt noch einmal volltanken.
Über die Autobahn geht es zügig in Richtung Küste. Die ersten Kilometer sind dabei eher Mittel zum Zweck: Wir wollen möglichst schnell in die Region gelangen, in der der eigentliche Fahrspaß beginnt.
Nach dem Autobahnabschnitt wechseln wir auf kleinere Straßen und fahren weiter in Richtung Mittelmeer. Schon bald verändert sich die Landschaft. Ausgedehnte Straßenabschnitte werden von Bergen, trockenen Landschaften und ersten Blicken auf die Küste abgelöst.
Bizarre Felsformationen am Mittelmeer
Unser erstes Highlight erwartet uns direkt an der Küste: die Las Gredas de Bolnuevo.
Die ungewöhnlichen Felsformationen gehören zu den markantesten Landschaftsformen dieser Region. Wind und Wasser haben die weichen Gesteinsschichten über Jahrtausende geformt und dabei bizarre Säulen, Vorsprünge und pilzartige Strukturen entstehen lassen.
Besonders auffällig ist die sogenannte Waben- oder Bienenwabenerosion. Zahlreiche kleine Vertiefungen überziehen die Oberfläche und verleihen den Felsen ihr außergewöhnliches Aussehen.
Hier lohnt sich eine kurze Pause. Direkt an den Formationen gibt es Möglichkeiten zum Anhalten, und natürlich bietet sich die Gelegenheit für das obligatorische Motorradfoto.
Motorrad, bizarre Felsen und dahinter das Mittelmeer – ein Motiv, das diese Tour perfekt zusammenfasst.
Entlang der Küste zum eigentlichen Touren-Highlight
Nach dem kurzen Stopp geht es weiter entlang der Küste.
Die Straße führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Meer, Bergen und kleinen Ortschaften. Je nach Jahreszeit entdecken wir unterwegs immer wieder kleine Strände und Badebuchten. Während in den Sommermonaten deutlich mehr Betrieb herrscht, lässt sich die Strecke außerhalb der Hauptsaison wesentlich entspannter genießen.
Wir folgen der Küste, bis wir den Abzweig erreichen, der uns hinein in die Berglandschaft führt.
Ab hier beginnt der eigentliche Höhepunkt der Tour.
Die Auffahrt zur Kanonenburg
Die Zufahrt zur Batería de Castillitos, besser bekannt als Kanonenburg, ist rund neun Kilometer lang.
Und diese knapp zehn Kilometer haben es in sich.
Die Straße wird zunehmend schmaler und windet sich Kurve für Kurve den Berg hinauf. Gleichzeitig wird die Landschaft immer spektakulärer. Zwischen den Kurven eröffnen sich immer wieder fantastische Ausblicke auf das tiefblaue Mittelmeer und die zerklüftete Küste.
Die Strecke ist allerdings kein Geheimtipp. Die Kanonenburg gehört zu den bekannten Ausflugszielen der Region. Deshalb können uns hier neben Motorrädern auch Autos und Wanderer begegnen.
Gerade auf den schmalen Abschnitten ist deshalb Vorsicht angesagt. Ein Motorrad und ein Auto können normalerweise problemlos aneinander vorbeifahren. Bei zwei entgegenkommenden Autos kann es dagegen schon einmal eng werden.
Wir fahren diesen Abschnitt daher lieber etwas defensiver und nehmen uns die Zeit, die Landschaft zu genießen.
Oben angekommen, stellen wir die Motorräder auf dem Parkplatz ab. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zur eigentlichen Festungsanlage.
Die Kanonenburg – eine Festung mit gewaltigen Geschützen
Die Batería de Castillitos liegt rund 250 Meter über dem Meer und sieht auf den ersten Blick tatsächlich wie eine mittelalterliche Burg aus.
Doch der burgartige Charakter täuscht.
Die Anlage entstand im 20. Jahrhundert als Küstenverteidigungsstellung. Besonders beeindruckend sind die beiden noch erhaltenen Vickers-Küstenkanonen mit einem Kaliber von 38,1 Zentimetern.
Die gewaltigen Geschütze konnten Geschosse mit einem Gewicht von rund 885 Kilogramm über eine Entfernung von etwa 35 Kilometern verschießen.
Die Anlage war Teil eines größeren Küstenverteidigungssystems und diente dazu, die Zufahrt zur nahe gelegenen Bucht zu kontrollieren.
Allein die Dimensionen der Geschütze machen den Besuch bereits beeindruckend. Noch beeindruckender ist jedoch die Lage der gesamten Anlage.
Der eigentliche Star: die Aussicht
Die Kanonen sind zweifellos spektakulär. Für uns ist aber die Aussicht der eigentliche Höhepunkt.
Von rund 250 Metern Höhe fällt der Blick über die zerklüftete Küste, steile Felsen und das tiefblaue Mittelmeer. Bei guter Sicht reicht die Aussicht weit über die Küstenlandschaft hinaus.
Deshalb sollten wir uns hier unbedingt etwas Zeit nehmen.
Nicht nur schnell das obligatorische Foto machen und wieder zurück zum Motorrad – sondern einmal stehen bleiben, die Aussicht genießen und die besondere Atmosphäre auf uns wirken lassen.
Die Kombination aus historischer Festungsanlage, riesigen Kanonen, schroffen Felsen und offenem Meer ist außergewöhnlich.
Zurück durch die Bergwelt
Nach der Besichtigung fahren wir die Zufahrtsstraße wieder vollständig zurück.
Anschließend geht es weiter durch die Berglandschaft. Die Straße steigt erneut an und führt uns zu einem Aussichtspunkt, an dem sich ein kurzer Zwischenstopp lohnt.
Von hier bekommen wir noch einmal einen schönen Blick über die umliegenden Berge und das Tal.
Nach der Küste und der Kanonenburg ist dieser Halt eine angenehme Gelegenheit, kurz durchzuatmen und die Landschaft zu genießen.
Durch die Berge zurück
Wir setzen unsere Fahrt durch die Bergwelt fort.
Die Landschaft bleibt abwechslungsreich und die Straßen sorgen weiterhin für schöne Kurven und wechselnde Ausblicke. Gleichzeitig merken wir jetzt, dass sich die Tour langsam dem Rückweg nähert.
Wer früh gestartet ist und noch genügend Zeit und Lust auf zusätzliche Kilometer hat, kann die Tour an dieser Stelle noch erweitern.
Optional: noch mehr Kilometer
Für alle, denen die rund 231 Kilometer noch nicht reichen, bietet sich eine Verbindung mit unserer La-Manga-Tour an.
Damit lässt sich aus der ohnehin schon langen Tagesetappe eine noch umfangreichere Motorradrunde machen.
Wer dagegen bereits genügend Kilometer gesammelt hat, fährt auf direktem Weg zurück Richtung Autobahn.
Über die Autobahn zurück
Für den Rückweg nutzen wir wieder die schnellen Straßen.
Über die Autobahn geht es zunächst in Richtung Murcia und anschließend zurück zum Ausgangspunkt.
Jetzt heißt es noch einmal Kilometer sammeln, bevor wir nach einem langen Fahrtag wieder am Ausgangspunkt ankommen.
Fazit
Die Kanonenburg-Tour ist eine lange, aber ausgesprochen abwechslungsreiche Motorradtour.
Auf rund 231 Kilometern erleben wir eine Mischung aus schnellen Verbindungsstrecken, kurvenreichen Bergstraßen, mediterraner Küstenlandschaft und außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten.
Die Highlights sind dabei klar verteilt: die bizarren Felsformationen direkt am Meer, die spektakuläre Auffahrt durch die Berge und natürlich die beeindruckende Kanonenburg mit ihren gewaltigen Küstengeschützen.
Wer lange Tagestouren mag und neben dem Motorradfahren auch besondere Landschaften und historische Sehenswürdigkeiten erleben möchte, bekommt hier eine Tour mit echtem Erlebnischarakter.
Unser Tipp: Früh starten, volltanken, ausreichend Zeit für die Kanonenburg einplanen und die Aussicht nicht nur durch die Kamera genießen.
Librillo Tour – Mandelblüte, Schluchten und blauer See
171 Kilometer | Tagestour | Berge, Schluchten & Stausee
Diese Tour gehört zu unseren Strecken, die zu einer bestimmten Jahreszeit noch einmal einen ganz besonderen Reiz entwickeln. Unser Lieblingsmonat ist der Februar. Dann stehen die Mandelbäume in voller Blüte und verwandeln ganze Landschaften in ein weiß-rosa Blütenmeer.
Auf rund 171 Kilometern erleben wir eine abwechslungsreiche Mischung aus weiten Landschaften, kurvenreichen Motorradstraßen, bizarren Schluchten, beeindruckenden Aussichtspunkten, einem tiefblauen Stausee und einer historischen Burgruine.
Die Tour ist damit nicht nur eine schöne Motorradstrecke, sondern verbindet Fahrspaß und Landschaftserlebnis auf besondere Weise.
Start in Richtung Hinterland
Wir starten gegen 11 Uhr und verlassen zunächst den Ausgangsort in Richtung Hinterland.
Wer vor der Abfahrt noch tanken möchte, sollte diese Gelegenheit nutzen. Danach wird die Landschaft schnell ruhiger. Die Straße führt zunächst durch eine weitläufige Landschaft und bietet bereits einige schöne Kurven.
Je weiter wir uns von den Ortschaften entfernen, desto stärker verändert sich das Landschaftsbild. Die Vegetation wird spärlicher, Felder und trockene Hänge bestimmen zunehmend die Umgebung.
Auf den ersten Anhöhen lohnt sich immer wieder ein Blick zurück. Von oben öffnen sich überraschend weite Ausblicke über die Täler und die umliegenden Berge.
Schon hier bekommen wir einen Vorgeschmack darauf, wie abwechslungsreich diese Tour noch werden wird.
Aussichtspunkt mit Blick auf die historische Burg
Wer diesen Aussichtspunkt nicht bereits von einer anderen unserer Touren kennt, sollte den kurzen Abstecher einplanen.
Der eigentliche Aussichtspunkt liegt etwas abseits der Hauptstrecke und ist nicht besonders auffällig ausgeschildert. Dafür lohnt sich die kurze Suche.
Von hier aus haben wir einen schönen Blick auf eine historische Burganlage, die hoch über der Landschaft thront. Unter uns liegt das Tal, während sich dahinter die karge Berglandschaft der Region ausbreitet.
Für uns ist das ein idealer erster Zwischenstopp.
Nicht nur wegen des Ausblicks, sondern auch weil wir hier bereits erkennen können, wie stark sich die Landschaft im Verlauf der Tour noch verändern wird.
Jetzt beginnt die eigentliche Motorradstrecke
Nach dem Aussichtspunkt geht es weiter ins Hinterland.
Ab hier wird die Strecke zunehmend interessanter. Die Straßen werden schmaler, der Verkehr nimmt ab und die ersten richtig schönen Kurven warten auf uns.
Wir schlängeln uns durch kleine Schluchten, überqueren Hügel und fahren immer wieder an weitläufigen Plantagen vorbei.
Gerade diese Kombination macht den Reiz der Strecke aus:
wenig Verkehr, kleine Straßen, abwechslungsreiche Landschaft und immer wieder neue Kurven.
Und wer im Februar unterwegs ist, sollte besonders aufmerksam sein.
Rund um diese Region befinden sich zahlreiche Mandelplantagen. Wenn die Bäume gleichzeitig blühen, verändert sich die gesamte Landschaft. Zwischen den kargen Bergen tauchen plötzlich große Flächen mit weißen und rosafarbenen Blüten auf.
Das macht aus einer ohnehin schönen Motorradstrecke ein echtes Landschaftserlebnis.
Schluchtblick – ein kleiner Stopp mit großer Wirkung
Nach der Fahrt durch die Mandelplantagen verändert sich das Landschaftsbild erneut.
Die Hügel werden markanter und die Straße führt in einen kurvenreichen Abschnitt bergab. An einer unauffälligen Stelle können wir das Motorrad abstellen und wenige Meter zu Fuß bis zu einem Aussichtspunkt gehen.
Dann öffnet sich vor uns ein beeindruckendes Schluchtpanorama.
Gerade weil der Aussichtspunkt von der Straße aus kaum auffällt, ist die Überraschung umso größer.
Wir bleiben hier meist nicht lange – trotzdem gehört dieser kurze Stopp für uns unbedingt zur Tour.
Das große Highlight: der blaue See
Anschließend geht es weiter durch die abwechslungsreiche Landschaft bis zu unserem nächsten Ziel.
Hier wartet für uns das absolute Highlight der Tour: der Embalse de Algeciras.
Der Aussichtspunkt über dem Stausee ist einer dieser Plätze, an denen wir automatisch etwas länger stehen bleiben.
Vor uns liegt das Wasser des Stausees, während sich dahinter eine ungewöhnlich zerklüftete Landschaft ausbreitet.
Besonders beeindruckend ist der Kontrast zwischen den beiden Landschaften.
Auf der einen Seite sehen wir das trockene, helle und stark erodierte Gelände mit seinen fast mondähnlichen Formen. Auf der anderen Seite liegt das tiefblaue Wasser des Stausees.
Gerade diese Kombination macht den Aussichtspunkt so besonders.
Trockene Felsen, bizarre Schluchten und blauer See – ein Panorama, das man in dieser Landschaft nicht unbedingt erwartet.
Für uns ist dieser Blick einer der schönsten Momente der gesamten Tour.
Der Aussichtspunkt liegt an einer Stichstraße. Wir fahren deshalb anschließend denselben Weg wieder zurück. Das ist allerdings kein wirklicher Nachteil – für diesen Ausblick nehmen wir den kurzen Umweg gerne in Kauf.
Kurven am Fuß der Berge
Nach dem Stopp am Stausee geht es wieder hinunter und weiter durch die Landschaft.
Nach einer weiteren Verbindungsstrecke wartet der nächste kurvenreiche Abschnitt auf uns.
Die Straße führt am Fuß einer beeindruckenden Berglandschaft entlang. Kurve folgt auf Kurve, der Verkehr bleibt überschaubar und die Umgebung wirkt angenehm ruhig.
Hier kommt wieder der eigentliche Motorradfahrer in uns zum Vorschein.
Keine großen Straßen, keine langen Geraden – stattdessen eine abwechslungsreiche Strecke durch die Berge.
Wir folgen der Straße weiter ins Hinterland und nähern uns unserem letzten großen Highlight.
Historische Burgruine mitten in der Landschaft
Abseits der größeren Ortschaften taucht schließlich die Ruine des Castillo de Alcalá auf.
Hoch oben auf einem Felshügel thront die historische Anlage über der Landschaft.
Die Ursprünge der Burg reichen bis in die islamische Epoche zurück. Von der ehemaligen Festung sind unter anderem Teile der mächtigen Mauern, Türme, das historische Eingangstor und mehrere Zisternen erhalten geblieben.
Schon aus der Entfernung ist die Lage beeindruckend.
Noch schöner wird es, wenn wir uns die Zeit nehmen, die Anlage zu Fuß zu erkunden.
Der Aufstieg ist durchaus anspruchsvoll. Deshalb sollten wir für diesen Stopp etwas Zeit einplanen und auf geeignetes Schuhwerk achten.
Das Motorrad bleibt unten – die letzten Meter zur Burg legen wir zu Fuß zurück.
Oben angekommen, werden wir mit einem weitreichenden Blick über das Tal und die umliegenden Berge belohnt.
Die Kombination aus Ruine, Berglandschaft und der abgeschiedenen Lage macht diesen Ort zu einem würdigen Abschluss der Erlebnisstrecke.
Zurück zum Ausgangspunkt
Nach dem Burgbesuch machen wir uns auf den Rückweg.
Wir verlassen das Hinterland und fahren über die bereits bekannten größeren Straßen wieder Richtung Ausgangspunkt.
Nach den vielen kleinen Straßen, Kurven und Aussichtspunkten ist der Rückweg deutlich entspannter. Jetzt bleibt Zeit, die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen.
Wer die Tour im Februar fährt, wird sich vermutlich besonders an die blühenden Mandelplantagen erinnern.
Aber auch die kargen Berglandschaften, die Schluchten, der blaue Stausee und die historische Burgruine machen diese Tour zu einer abwechslungsreichen Tagestour.
Fazit
Die Librillo Tour ist eine ideale Mischung aus Motorradfahren und Landschaftserlebnis.
Auf rund 171 Kilometern wechseln sich kurvenreiche Nebenstraßen mit weiten Landschaften, Schluchten und beeindruckenden Aussichtspunkten ab.
Das besondere Extra ist die Mandelblüte im Februar. Dann verwandeln die blühenden Mandelbäume die ansonsten eher karge Landschaft in ein außergewöhnliches Farbenspiel.
Zu den weiteren Höhepunkten gehören der Blick auf die historische Burg, das Schluchtpanorama, der spektakuläre Embalse de Algeciras und die abgelegene Burgruine.
Unser Tipp: Wenn möglich, diese Tour im Februar fahren. Dann erlebt ihr die Strecke in einer besonders eindrucksvollen Jahreszeit. Und ausreichend Zeit für die Aussichtspunkte einplanen – bei dieser Tour lohnt es sich, nicht nur Kilometer zu sammeln.
Salinastour – Stausee, Flamingos und das Meer
145 Kilometer | Tagestour | Stausee, Salinen & Mittelmeer
Heute geht es ans Meer – und gleichzeitig in eines der ungewöhnlichsten Naturgebiete der Region.
Die rund 145 Kilometer lange Salinastour verbindet abwechslungsreiche Motorradstrecken im Hinterland mit einem großen Stausee, kurvenreichen Straßen, den beeindruckenden Salzlagunen am Mar Menor und einem spektakulären Blick über eine historische Stadt.
Das Besondere an dieser Tour ist die enorme landschaftliche Abwechslung. Wir starten in der trockenen Berg- und Hügellandschaft, fahren entlang eines großen Stausees, erreichen schließlich die Küste und erleben dort Salzseen, Dünen, Naturstrände und mit etwas Glück sogar Flamingos.
Zum Abschluss wartet noch ein Aussichtspunkt hoch über der Stadt.
Durch das Hinterland Richtung Küste
Wie bei unseren anderen Tagestouren starten wir nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 11 Uhr.
Zunächst geht es durch das Hinterland. Die Strecke führt über kleinere Landstraßen vorbei an Feldern, trockenen Hügeln und weitläufigen Landschaften.
Wer die Tour an einem Sonntag fährt, kann unterwegs optional einen zusätzlichen Marktbesuch einplanen. Hier gibt es neben Lebensmitteln auch Kleidung, Kleinigkeiten und allerlei Kuriositäten.
Wer diesen Stopp einbauen möchte, sollte allerdings etwas früher starten. Der Markt kann die Tour zeitlich verlängern.
Anschließend geht es weiter Richtung Küste.
Der erste große Höhepunkt: ein blauer Stausee
Nach den ersten Verbindungsstrecken verändert sich die Landschaft deutlich.
Der Verkehr nimmt ab und vor uns öffnet sich eine weitläufige, trockene Hügellandschaft. Dazwischen liegt das intensive Blau des Embalse de La Pedrera.
Der große Stausee bildet den ersten landschaftlichen Höhepunkt unserer Tour.
Wir fahren hinauf und bekommen immer wieder neue Blicke auf das Wasser. Kurz vor einer Kuppe befindet sich ein kleiner Aussichtspunkt, an dem wir die Motorräder abstellen können.
Hier lohnt sich eine erste Pause.
Von oben sehen wir über den Stausee und die umliegende Landschaft. Besonders beeindruckend ist der Kontrast zwischen dem tiefblauen Wasser und den trockenen, fast kargen Hügeln.
Kurven und Seeblicke
Nach dem Aussichtspunkt geht es weiter rund um den Stausee.
Dieser Abschnitt ist auch bei einheimischen Motorradfahrern beliebt. Die Straße führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft und bietet immer wieder neue Perspektiven auf das Wasser und die zahlreichen Buchten.
Die erlaubte Geschwindigkeit ist relativ niedrig – und das passt perfekt zu unserem heutigen Tempo.
Denn hier geht es nicht darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen.
Wir wollen die Kurven genießen, die Landschaft auf uns wirken lassen und zwischendurch immer wieder einen Blick auf den See werfen.
An verschiedenen Stellen ergeben sich gute Möglichkeiten für kurze Fotostopps.
Kurven, wenig Verkehr und immer wieder der Blick auf den blauen Stausee – für Motorradfahrer ist dieser Abschnitt ein echtes Highlight.
Durch das Hinterland Richtung Meer
Nachdem wir den Stausee hinter uns gelassen haben, geht es weiter durch das Hinterland.
Zwischendurch wird der Verkehr etwas stärker, bevor wir wieder auf kleinere Nebenstraßen wechseln können.
Die Landschaft wird zunehmend mediterraner und wir nähern uns langsam unserem eigentlichen Tagesziel:
dem Meer.
Für einen kurzen Abschnitt nutzen wir eine schnellere Verbindungsstraße, bevor wir wieder auf kleinere Straßen wechseln und in Richtung der Salinen fahren.
Salzseen, Dünen und Flamingos
Jetzt erreichen wir das außergewöhnlichste Naturgebiet der Tour.
Das Naturschutzgebiet Salinas y Arenales de San Pedro del Pinatar liegt zwischen dem Mar Menor und dem Mittelmeer.
Hier treffen verschiedene Landschaften aufeinander:
-
Salzlagunen
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Dünen
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Pinien
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Naturstrände
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Mittelmeer und Mar Menor
Wir fahren durch die Salinenlandschaft und sehen links und rechts die charakteristischen Salzbecken.
Mit etwas Glück entdecken wir bereits die ersten Flamingos, die sich in den flachen Lagunen aufhalten.
Besonders faszinierend sind die unterschiedlichen Farben der Salzbecken. Je nach Salzgehalt, Licht und Jahreszeit können die Wasserflächen ganz unterschiedliche Farbtöne annehmen.
Dazu kommen die typischen weißen Salzberge, die entlang der Salinen aufgeschüttet werden.
Der Anblick wirkt fast wie aus einer anderen Landschaft.
Zu Fuß durch die Salinen
Am Ende der Strecke können wir die Motorräder abstellen und den letzten Abschnitt zu Fuß erkunden.
Holzstege führen durch die besondere Landschaft in Richtung Strand.
Natürlich ist hier deutlich mehr Betrieb als auf den einsamen Straßen im Hinterland. Trotzdem gehört dieser Stopp für uns unbedingt zu dieser Tour.
Denn die Kombination aus Salzseen, Flamingos, Dünen und Mittelmeer ist außergewöhnlich.
Wer gerne fotografiert, sollte hier etwas mehr Zeit einplanen.
Hafenpause am Meer
Nach unserem Besuch in den Salinen fahren wir weiter bis zum Hafen.
Hier gibt es Parkmöglichkeiten sowie verschiedene Restaurants und Cafés.
Der perfekte Zeitpunkt für eine längere Pause.
Motorrad abstellen, etwas essen oder trinken und ein wenig Hafenluft genießen – bei einer 145 Kilometer langen Tagestour gehört eine solche Pause für uns einfach dazu.
Nach dem Naturerlebnis rund um die Salinen ist der Hafen außerdem eine angenehme Gelegenheit, etwas zur Ruhe zu kommen.
Zurück ins Hinterland
Nach der Pause verlassen wir die Küste wieder.
Für den Rückweg nutzen wir überwiegend kleinere Nebenstraßen mit deutlich weniger Verkehr.
Dabei kommen wir noch einmal in die Nähe des großen Stausees. Aus dieser Richtung ergeben sich erneut völlig andere Perspektiven auf das Wasser und die umliegenden Hügel.
Danach geht es weiter ins Hinterland.
Doch bevor wir endgültig den Rückweg antreten, wartet noch ein letzter Aussichtspunkt auf uns.
Der letzte Höhepunkt: die Stadt von oben
Zum Abschluss fahren wir über eine kleine asphaltierte Straße mit einigen Kehren hinauf zu einem Aussichtspunkt auf einem Berg oberhalb der historischen Stadt.
Schon die Auffahrt macht Spaß und ist ein schöner letzter Motorradabschnitt der Tour.
Oben angekommen, öffnet sich ein weiter Blick über die Stadt und die fruchtbare Ebene.
Besonders interessant ist der Kontrast zwischen der historischen Bebauung, der grünen Landschaft und den Bergen im Hintergrund.
Nach den vielen unterschiedlichen Landschaften des Tages ist dieser Aussichtspunkt ein ruhiger und schöner Abschluss.
Wer noch Zeit und Lust auf Kultur hat, kann den Aufenthalt in der Stadt verlängern und beispielsweise das nahegelegene Kloster besuchen.
Optionaler Abstecher
Wer nach 145 Kilometern noch nicht genug hat, kann die Tour zusätzlich um einen Besuch eines nahegelegenen Palmenparks erweitern.
Für uns ist dieser Abstecher allerdings wirklich optional.
Nach Stausee, Kurven, Salinen, Flamingos, Meer und Aussichtspunkt haben wir normalerweise bereits genügend Eindrücke für einen Tag gesammelt.
Rückfahrt zum Ausgangspunkt
Zum Abschluss verlassen wir die Stadt und fahren über die bekannten Straßen zurück zum Ausgangspunkt.
Die letzten Kilometer lassen wir entspannt angehen.
Nach einem Tag voller unterschiedlicher Landschaften geht damit eine Tour zu Ende, die auf vergleichsweise kurzer Distanz erstaunlich viel Abwechslung bietet.
Fazit
Die Salinastour ist eine abwechslungsreiche 145-Kilometer-Motorradtour, bei der sich Landschaft und Fahrspaß perfekt miteinander verbinden.
Vom trockenen Hinterland geht es zum großen Stausee, anschließend durch kurvenreiche Straßen weiter zur Küste und schließlich in eine außergewöhnliche Naturlandschaft mit Salzseen, Flamingos, Dünen und Mittelmeer.
Der Stausee sorgt für den ersten großen Landschaftshöhepunkt, die Salinen bilden das Natur-Highlight und der abschließende Aussichtspunkt bietet noch einmal einen völlig anderen Blick auf die Region.
Unser Tipp: Besonders viel Zeit für die Salinen einplanen und ein Fernglas oder eine Kamera mitnehmen. Mit etwas Glück lassen sich dort Flamingos beobachten.
Stausee, Kurven, Salzseen, Flamingos und Meer – diese Tour zeigt, wie abwechslungsreich die Region auf nur 145 Kilometern sein kann.
Kirchentour – Wallfahrtsorte, Stausee und Felsenkirche
191 Kilometer | Tagestour | Wallfahrtsorte, Berge & Felsenkirche
Diese Tour verbindet Motorradfahren mit außergewöhnlichen historischen und sakralen Orten.
Auf rund 191 Kilometern erleben wir mehrere ganz unterschiedliche Wallfahrtsziele, fahren durch die abwechslungsreiche Berglandschaft der Region und machen einen kurzen Abstecher zu einem Stausee.
Der absolute Höhepunkt wartet am Ende der Tour: eine Wallfahrtskirche, die direkt in eine natürliche Felsgrotte gebaut wurde.
Damit ist diese Tour nicht nur für Motorradfahrer interessant, sondern auch für alle, die unterwegs gerne besondere Orte und historische Sehenswürdigkeiten entdecken.
Durch die Landschaft Richtung Norden
Wir starten am Vormittag und verlassen zunächst den Ausgangspunkt in Richtung Norden.
Nach den ersten Kilometern wird die Landschaft schnell ruhiger. Die Straße führt durch eine typische Landschaft der Region mit Feldern, weiten Ebenen und Bergen am Horizont.
Die ersten Kurven sorgen bereits für einen angenehmen Einstieg in die Tour.
Wer vor dem Start noch tanken möchte, sollte diese Gelegenheit nutzen. Anschließend geht es über eine schnelle Verbindungsstrecke weiter in Richtung unseres ersten großen Ziels.
Die nächsten Kilometer dienen vor allem dazu, zügig in den nördlichen Teil der Region zu gelangen.
Erstes Highlight: eine historische Wallfahrtsbasilika
Unser erstes großes Ziel ist das Santuario de la Vera Cruz.
Die beeindruckende Wallfahrtsbasilika liegt innerhalb einer historischen Burganlage hoch über der Stadt.
Schon die Auffahrt ist interessant: Wir fahren hinauf auf den Burghügel und können das Motorrad direkt in der Nähe der Basilika abstellen.
Santuario de la Vera Cruz – Geschichte und Weitblick
Die Lage des Heiligtums macht diesen Stopp zu etwas Besonderem.
Die monumentale Fassade der Basilika, die historischen Burgmauern und die erhöhte Lage bilden ein beeindruckendes Ensemble.
Besonders bekannt ist das Cruz de Caravaca, das Kreuz, mit dem der Ort eng verbunden ist.
In der Basilika wird außerdem das sogenannte Lignum Crucis verehrt – ein kleines Holzfragment, das nach katholischer Überlieferung vom Kreuz Christi stammen soll.
Auch wer sich weniger für religiöse Geschichte interessiert, sollte sich etwas Zeit für diesen Stopp nehmen.
Denn vom Burghügel eröffnet sich ein schöner Blick über die historische Stadt und weit hinaus in die umliegende Berglandschaft.
Die Kombination aus Basilika, Burganlage, Altstadt und Landschaft macht diesen Ort zu einem der besonderen Ziele der Tour.
Über kleine Straßen ins Hinterland
Nach der Besichtigung verlassen wir die historische Stadt wieder.
Schon bald wechseln wir von den größeren Verbindungsstraßen auf kleinere asphaltierte Nebenstraßen.
Der Verkehr nimmt deutlich ab und die Tour bekommt wieder einen ganz anderen Charakter.
Wir fahren durch das hügelige Hinterland, vorbei an Feldern und durch eine Landschaft, die wesentlich ursprünglicher wirkt.
Unterwegs wartet ein weiterer kleiner Wallfahrtsort auf uns.
Der Santuario de la Ermita de la Virgen de la Peña lässt sich problemlos in den Tourverlauf integrieren und eignet sich gut für einen kurzen Zwischenstopp.
Danach geht es weiter durch das Hinterland in Richtung unseres nächsten Ziels.
Stausee – kurzer Abstecher zur Staumauer
Bevor wir den nächsten großen Höhepunkt erreichen, machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Embalse de Argos.
Die Staumauer liegt nur wenige hundert Meter abseits der eigentlichen Strecke.
Der kurze Abstecher lohnt sich für eine kleine Pause und ein paar Fotos.
Wir stellen die Motorräder ab, genießen für einige Minuten die Landschaft und fahren anschließend weiter.
Nach den vielen Kurven und kleinen Straßen ist dieser kurze Zwischenstopp eine angenehme Abwechslung.
Wer inzwischen Hunger bekommen hat, kann im weiteren Tourverlauf eine Mittagspause einplanen.
Das außergewöhnlichste Ziel: die Felsenkirche
Nach der Pause wartet das eigentliche Highlight der Tour auf uns.
Nur wenige Kilometer vom nächsten größeren Ort entfernt liegt das Santuario de Nuestra Señora de la Esperanza.
Was dieses Heiligtum so besonders macht?
Die Kirche wurde direkt in eine natürliche Felsgrotte am Río Segura integriert.
Schon die Umgebung ist außergewöhnlich.
Felsen, Fluss und dichter Bewuchs bilden einen starken Kontrast zur ansonsten eher trockenen Landschaft der Region.
Eine Kirche mitten im Felsen
Im Heiligtum werden zwei Marienfiguren verehrt, die „La Grande“ und „La Pequeñica“ genannt werden.
Besonders bekannt ist die Geschichte rund um die kleine Madonna.
Der Überlieferung zufolge ließ sie sich einst nicht aus der Höhle entfernen. Diese Legende ist bis heute eng mit dem besonderen Charakter des Wallfahrtsortes verbunden.
Doch auch unabhängig von der religiösen Bedeutung ist der Ort sehenswert.
Eine Kirche, die direkt in eine natürliche Felslandschaft integriert wurde, ist schließlich kein alltäglicher Anblick.
Mit dem Motorrad bis vor die Felsenkirche
Die Anfahrt ist unkompliziert.
Wir können bis zum Parkplatz fahren und das Motorrad dort abstellen. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Heiligtum.
Vor Ort gibt es außerdem einen kleinen Souvenirladen.
Die Kirche kann kostenlos besichtigt werden.
Unter der Woche ist es hier meist angenehm ruhig. Am Wochenende kann dagegen deutlich mehr Betrieb herrschen.
Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, empfehlen wir deshalb einen Besuch unter der Woche.
Für uns gehört die Felsenkirche zu den ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten dieser gesamten Tour.
Zwei Möglichkeiten für den Rückweg
Nach der ausführlichen Besichtigung geht es wieder zurück in Richtung Ausgangspunkt.
Dabei können wir abhängig von Tageszeit und Lust auf weitere Motorradkilometer zwischen zwei Varianten wählen.
Variante 1 – schnell zurück
Wer bereits einen langen Tag hinter sich hat oder einfach entspannt zum Ausgangspunkt zurückfahren möchte, nimmt die schnelle Verbindung.
Über die Autobahn geht es zügig zurück in Richtung Ausgangspunkt.
Diese Variante ist ungefähr 75 Kilometer lang und damit die kürzere Möglichkeit für den Rückweg.
Variante 2 – noch einmal Landstraße
Wer dagegen noch Lust auf Motorradfahren hat, kann die Tour verlängern.
Wir verlassen die schnelle Verbindung wieder und fahren über kleinere Landstraßen durch das Hinterland.
Diese Variante ist mit ungefähr 108 Kilometern deutlich länger.
Dafür bekommen wir noch einmal zusätzliche Kurven, Landschaft und das typische Gefühl einer Motorradtour durch das spanische Hinterland.
Welche Variante wir wählen, hängt letztlich davon ab, wie viel Zeit und Energie nach den vielen Eindrücken des Tages noch vorhanden ist.
Fazit
Die Kirchentour ist eine ungewöhnliche Kombination aus Motorradstrecke, Landschaft und Kultur.
Auf rund 191 Kilometern besuchen wir mehrere historische Wallfahrtsorte, fahren durch abwechslungsreiche Berglandschaften und machen einen Abstecher zu einem Stausee.
Die beiden großen Höhepunkte sind dabei sehr unterschiedlich:
Das Santuario de la Vera Cruz beeindruckt mit seiner Lage innerhalb einer historischen Burganlage und dem weiten Blick über die Landschaft.
Das Santuario de Nuestra Señora de la Esperanza überrascht dagegen mit seiner außergewöhnlichen Lage direkt in einer natürlichen Felsgrotte.
Dazwischen sorgen kleine Landstraßen, Kurven und die abwechslungsreiche Landschaft dafür, dass auch das Motorradfahren nicht zu kurz kommt.
Unser Tipp: Für die Felsenkirche etwas mehr Zeit einplanen und – wenn möglich – einen Wochentag für die Tour wählen. Wer am Ende noch genügend Zeit hat, nimmt die längere Landstraßen-Variante für den Rückweg.
191 Kilometer, mehrere besondere Wallfahrtsorte, ein Stausee und eine Kirche im Felsen – eine Motorradtour, die deutlich mehr bietet als nur schöne Kurven.
Guadalest – Benidorm Tour – Pässe und Wolkenkratzer
278 km Motorradtour von den Bergen der Costa Blanca bis ans Mittelmeer
Diese Tour ist ein Tag der Gegensätze. Wir starten in der trockenen Landschaft rund um Baños de Fortuna, fahren über ruhige Landstraßen immer weiter nach Norden und tauchen schließlich tief in die Bergwelt der Costa Blanca ein.
Mit dem Puerto de Confrides wartet ein abwechslungsreicher Bergpass mit vielen Kurven auf uns. Danach erreichen wir Guadalest, eines der spektakulärsten Bergdörfer Spaniens, bevor sich die Landschaft innerhalb weniger Kilometer komplett verändert: Von den Bergen geht es hinunter ans Mittelmeer nach Benidorm mit seiner markanten Skyline.
Mit 278 Kilometern ist die Tour lang. Eine frühe Abfahrt lohnt sich deshalb – so bleibt ausreichend Zeit für die schönsten Abschnitte und einen Aufenthalt in Guadalest.
Von Baños de Fortuna ins Hinterland
Die ersten Kilometer führen uns über ruhige Landstraßen durch das trockene Hinterland der Region Murcia und der südlichen Costa Blanca. Über Pinoso, Chinorlet, Salinas und Sax verändert sich die Landschaft allmählich.
Zunächst ist die Strecke noch von Feldern und offenen Landschaften geprägt. Mit jedem Kilometer Richtung Norden rücken jedoch die Bergketten näher. Der Verkehr wird weniger und die Straßen werden zunehmend interessanter.
Bis hierher dient die Strecke vor allem als schöne Anfahrt – der eigentliche Kurvenspaß kommt erst noch.
Über Castalla und Onil in die Bergwelt
Über Castalla und Onil fahren wir immer weiter in Richtung Alcoy. Die Landschaft verändert sich deutlich: Aus der offenen Agrarlandschaft wird eine abwechslungsreiche Bergregion.
Die Straßen führen nun durch Täler und entlang der ersten Berghänge. Gleichzeitig steigt die Vorfreude auf den Höhepunkt der Hinfahrt.
In Alcoy erreichen wir die Bergstrecke Richtung Puerto de Confrides.
Puerto de Confrides – Kurvenspaß auf fast 1.000 Metern
Jetzt wird Motorrad gefahren.
Der Puerto de Confrides führt zwischen der Serra de Serrella und der Sierra de Aitana hindurch und erreicht knapp 1.000 Meter Höhe. Auf rund 11 Kilometern werden etwa 460 Höhenmeter überwunden.
Die Straße ist gut ausgebaut und wird mit zunehmender Höhe immer kurvenreicher. Besonders die letzten Kilometer zum Pass machen richtig Spaß: Kehre folgt auf Kehre, dazu kommen abwechslungsreiche Kurvenkombinationen und immer wieder neue Ausblicke auf die Bergwelt.
Natürlich fahren wir auch hier innerhalb der örtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Gerade auf einer solchen Bergstrecke gehören ein sauberer Fahrstil und gegenseitige Rücksicht zum Tourerlebnis dazu.
Hinter dem Pass – Berge, Wälder und tiefe Täler
Hinter dem Puerto de Confrides verändert sich die Landschaft erneut. Pinienwälder begleiten uns, während sich die Straße über die Berghänge hinunter in Richtung Confrides schlängelt.
Anschließend führt die Strecke weiter Richtung Benimantell. Immer wieder öffnen sich beeindruckende Ausblicke auf tief eingeschnittene Täler und die mächtigen Flanken der Sierra de Aitana.
Dieser Abschnitt ist ein Paradebeispiel für eine gelungene Motorradtour: gute Straßen, abwechslungsreiche Kurven, Berge und ständig wechselnde Landschaften.
Guadalest – der Höhepunkt der Tour
Kurz vor Guadalest wird die Strecke noch einmal besonders spektakulär. Immer wieder erscheint der tiefblaue Embalse de Guadalest zwischen den Bergen.
Dann taucht das eigentliche Highlight vor uns auf: Guadalest, spektakulär auf einem Felsrücken über dem Tal gelegen.
Guadalest – Bergdorf über dem Stausee
Wir stellen die Motorräder ab und erkunden den historischen Ort zu Fuß.
Ein kurzer Anstieg führt vorbei an kleinen Geschäften und Souvenirläden. Anschließend geht es durch einen Tunnel im Felsen in den historischen oberen Teil von Guadalest.
Hier erwarten uns enge Gassen, kleine Cafés und vor allem fantastische Ausblicke. Besonders beeindruckend ist der Blick über den Embalse de Guadalest und die umliegende Bergwelt.
Die historische Altstadt schmiegt sich eng an den Felsen und wird von der Burg San José überragt.
Nach der kurvenreichen Fahrt durch die Berge ist Guadalest der perfekte Ort, um das Motorrad einmal stehen zu lassen und die Umgebung in Ruhe zu genießen.
Unser Tipp: Für Guadalest ausreichend Zeit einplanen. Der Ort ist mehr als ein kurzer Fotostopp.
Von den Bergen ans Mittelmeer
Nach der Besichtigung verlassen wir Guadalest und fahren weiter Richtung Benidorm.
Die Strecke ist jetzt nur noch rund 24 Kilometer lang – und trotzdem könnte der Landschaftswechsel kaum größer sein.
Hinter uns liegen Berge, Schluchten und der Stausee. Vor uns erscheint nach und nach das Mittelmeer.
Dann verändert sich das Landschaftsbild fast schlagartig.
Benidorm – Wolkenkratzer am Mittelmeer
Benidorm ist das komplette Gegenteil der bisherigen Tour.
Wo wir am Vormittag noch durch einsame Berglandschaften und über kurvenreiche Passstraßen gefahren sind, stehen plötzlich Hochhäuser, Hotels und eine beeindruckende Skyline vor uns.
Die Stadt gehört zu den bekanntesten Urlaubsorten der Costa Blanca und ist besonders für ihre langen Strände und die ungewöhnlich dichte Hochhauslandschaft bekannt.
Genau dieser Kontrast macht den Reiz der Tour aus:
Am Vormittag Bergpässe und einsame Straßen – am Nachmittag Mittelmeer, Strand und Wolkenkratzer.
Optional: Aussicht über Benidorm
Wer noch Zeit und Energie hat, kann einen zusätzlichen Abstecher zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Benidorm einplanen.
Die einfache Strecke beträgt etwa 7 Kilometer. Von oben bietet sich ein beeindruckender Blick über die Stadt, die Strände und die dicht aneinandergereihten Hochhäuser.
Besonders schön ist dabei der Kontrast zwischen der Mittelmeerküste und der Bergwelt, aus der wir gerade gekommen sind.
Wer Benidorm noch intensiver erleben möchte, kann außerdem den Balcón del Mediterráneo oder die Gegend rund um die Cruz de Benidorm besuchen.
Schnell zurück nach Baños de Fortuna
Nach dem Aufenthalt in Benidorm steht noch die Rückfahrt auf dem Programm.
Rund 114 Kilometer liegen noch vor uns. Für den Rückweg nutzen wir bewusst die Autobahn und sparen dadurch Zeit.
Das ist bei dieser langen Tagestour ein sinnvoller Kompromiss: Der eigentliche Motorradspaß liegt eindeutig auf der Hinfahrt – beim Puerto de Confrides, den Bergstraßen und der Fahrt nach Guadalest.
Nach einem langen Tag mit vielen Kurven, Bergen, Sehenswürdigkeiten und Eindrücken können wir die letzten Kilometer entspannt und zügig zurücklegen.
Fazit
Die Guadalest – Benidorm Tour mit 278 Kilometern ist eine außergewöhnliche Tagestour für alle, die gerne unterschiedliche Landschaften miteinander verbinden.
Der Puerto de Confrides liefert den Kurvenspaß, Guadalest sorgt für Kultur, Geschichte und spektakuläre Bergpanoramen und Benidorm bildet mit seiner Skyline am Mittelmeer den überraschenden Kontrast zum Bergtag.
Unser Tipp: Früh starten und ausreichend Zeit für Guadalest einplanen. Wer den optionalen Aussichtspunkt bei Benidorm mitnimmt, erlebt den gesamten Gegensatz der Tour noch einmal aus der Vogelperspektive.
La-Manga-Tour – Bergbaugeschichte und zwei Meere
233 km Motorradtour zum Mittelmeer, nach La Manga und durch das Hinterland zurück
Diese Tour lebt von ihren Gegensätzen. Am Morgen starten wir noch im bergigen Hinterland der Region Murcia. Über die Autobahn erreichen wir schnell die Mittelmeerküste und tauchen anschließend in die faszinierende Landschaft der Sierra Minera ein.
Mit Portmán, dem Faro de Cabo de Palos und der schmalen Landzunge von La Manga erleben wir gleich mehrere ganz unterschiedliche Höhepunkte. Das Besondere: Auf La Manga fahren wir zwischen zwei Meeren – dem offenen Mittelmeer und dem ruhigen Mar Menor.
Auf dem Rückweg lassen wir uns mehr Zeit. Kleine Landstraßen, kurvige Abschnitte und der Embalse de la Pedrera sorgen dafür, dass auch die Rückfahrt wieder zum Teil der Motorradtour wird.
Schnell ans Mittelmeer
Wir starten gegen 10 Uhr in Baños de Fortuna und nutzen zunächst die Autobahn, um möglichst schnell Richtung Mittelmeer zu kommen.
Dieser erste Abschnitt ist bewusst als schnelle Verbindung gedacht. So sparen wir Zeit und können uns später umso mehr Zeit für die landschaftlich interessanten Strecken und Sehenswürdigkeiten nehmen.
Nach der Autobahnfahrt erreichen wir die Umgebung von La Unión und tauchen in eine Landschaft ein, die deutlich von der jahrhundertelangen Bergbaugeschichte geprägt wurde.
Durch die Sierra Minera nach Portmán
Die Sierra Minera rund um La Unión und Portmán gehört zu den außergewöhnlichsten Landschaften dieser Tour.
Karge, mineralisch wirkende Berghänge, ehemalige Abbauflächen und Spuren des historischen Bergbaus prägen das Landschaftsbild. Gleichzeitig ist das Mittelmeer bereits ganz nah.
Gerade dieser Kontrast macht den Abschnitt besonders interessant: Auf der einen Seite die trockenen und teilweise kahlen Berge, auf der anderen das tiefblaue Mittelmeer.
Portmán – Bergbaugeschichte direkt am Meer
In Portmán lohnt sich ein Stopp am ehemaligen Fischerhafen.
Der Puerto Pesquero de Portmán erzählt eine ungewöhnliche Geschichte. Über Jahrhunderte war die Bucht vom Fischfang und der Seefahrt geprägt. Der intensive Bergbau veränderte die Landschaft jedoch grundlegend.
Über Jahrzehnte wurden große Mengen Abraum in die Bucht eingeleitet. Dadurch veränderte sich der natürliche Hafen so stark, dass er schließlich für die Schifffahrt praktisch unbrauchbar wurde.
Vom Mirador del Puerto de Pescadores lässt sich dieser ungewöhnliche Zusammenhang zwischen Bergbau, Meer und Landschaft besonders gut erkennen.
Der Stopp ist deshalb weniger ein klassischer Aussichtspunkt als vielmehr ein Ort, an dem Geschichte direkt in der Landschaft sichtbar wird.
Cabo de Palos – Leuchtturm über dem Mittelmeer
Von Portmán geht es weiter Richtung Cabo de Palos. Hier wartet einer der bekanntesten Aussichtspunkte der gesamten Tour.
Faro de Cabo de Palos
Der Faro de Cabo de Palos steht hoch über den zerklüfteten Felsen der Landspitze und ist eines der markantesten Wahrzeichen dieser Küstenregion.
Der Leuchtturm wurde 1865 in Betrieb genommen und ersetzte eine ältere Wachturmanlage aus dem 16. Jahrhundert.
Wir parken unterhalb des Leuchtturms und gehen die letzten Minuten zu Fuß. Oben angekommen, sollten wir uns etwas Zeit nehmen.
Der Blick reicht über die felsige Küste, kleine Buchten und das offene Mittelmeer. Bei guter Sicht können sogar die Islas Hormigas zu erkennen sein.
Für uns ist der Faro de Cabo de Palos einer der schönsten Fotostopps der Tour – besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen dem dunklen Fels, dem hellen Leuchtturm und dem offenen Meer.
La Manga – Motorradfahren zwischen zwei Meeren
Anschließend fahren wir weiter nach La Manga del Mar Menor.
Jetzt erwartet uns ein völlig anderes Landschaftsbild. Die rund 22 Kilometer lange Landzunge ist teilweise nur wenige hundert Meter breit.
Das sorgt für ein ganz besonderes Fahrgefühl:
Auf der einen Seite das offene Mittelmeer, auf der anderen das Mar Menor.
Wir fahren tatsächlich zwischen zwei Meeren.
Entlang der Landzunge gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, sodass sich La Manga hervorragend für eine Mittagspause eignet.
In der Hauptsaison und besonders an Wochenenden kann es allerdings deutlich lebhafter werden. Entsprechend sollten wir etwas zusätzliche Zeit für Verkehr und Parkplatzsuche einplanen.
Entlang des Mar Menor nach Los Alcázares
Nach der Pause verlassen wir La Manga und folgen dem Mar Menor in Richtung Norden.
Die Landschaft wird wieder weiter und flacher. Die dicht bebauten Bereiche der Landzunge gehen langsam in eine offenere Küstenlandschaft über.
Besonders schön ist der Blick über die riesige Wasserfläche des Mar Menor und auf die Berge des Hinterlandes.
Im Bereich von Los Urrutias und El Carmolí wirkt die Küste teilweise ursprünglicher und weniger dicht bebaut. Hier bietet sich bei Bedarf ein kurzer Fotostopp an.
Weiter geht es nach Los Alcázares, einem bekannten Ferienort am Mar Menor. Die Uferpromenade ist hier breiter und lebhafter, dazu kommen mehrere Kilometer Strand.
Wer etwas mehr Zeit einplanen möchte, kann hier einen Kaffee trinken, einen Spaziergang am Wasser machen oder – je nach Jahreszeit – eine Abkühlung im ungewöhnlich flachen und warmen Mar Menor genießen.
Zurück ins kurvige Hinterland
Nach dem Küstenabschnitt verlassen wir das Mar Menor und machen uns auf den Rückweg nach Baños de Fortuna.
Jetzt ändert sich die Tour erneut. Über kleinere Straßen geht es durch das Hinterland, unter anderem über den Bereich von Sucina und Cabezo de Plata.
Hier kommt wieder mehr Bewegung in die Tour: weniger Verkehr, kleinere Straßen und abwechslungsreiche Landschaften sorgen dafür, dass auch der Rückweg fahrerisch interessant bleibt.
Embalse de la Pedrera – letzter Landschaftswechsel
Ein weiterer Höhepunkt auf dem Rückweg ist der Embalse de la Pedrera.
Der Stausee liegt in einer weitläufigen, trockenen Landschaft und bildet einen schönen Kontrast zu den beiden Meeren, die wir zuvor erlebt haben.
Nach Mittelmeer, Mar Menor und der dicht bebauten Küste von La Manga wirkt die offene Landschaft rund um den Stausee fast wie eine andere Welt.
Über das Hinterland geht es anschließend weiter Richtung Norden, bevor wir nach insgesamt rund 233 Kilometern wieder Baños de Fortuna erreichen.
Fazit
Die La-Manga-Tour mit 233 Kilometern ist eine abwechslungsreiche Kombination aus schneller Anfahrt, Küste, Bergbaugeschichte und kurviger Landstraße.
Die Sierra Minera und Portmán erzählen von der bewegten Bergbaugeschichte der Region. Der Faro de Cabo de Palos bietet spektakuläre Ausblicke auf das Mittelmeer und auf La Manga erleben wir das besondere Gefühl, zwischen zwei Meeren zu fahren.
Mit dem Mar Menor, dem Embalse de la Pedrera und den kleinen Landstraßen im Hinterland bekommt auch die Rückfahrt ihren eigenen Charakter.
Unser Tipp: Die Autobahn auf dem Hinweg bewusst als Zeitersparnis nutzen und dafür auf dem Rückweg ausreichend Zeit für die Landstraßen einplanen. So verbindet die Tour zwei völlig unterschiedliche Motorrad-Erlebnisse zu einer großen Runde.
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